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[Gelöst] Mieterstrom ohne Umlage: Lohnt sich das wirtschaftlich noch?

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Rainer H.
Beiträge: 1
Themenstarter
(@r-hoffmann83)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#24]

Moin zusammen,

nach 15 Jahren bin ich wieder aktiv hier im Forum – und gleich stelle ich fest, dass sich in der Mieterstrom-Welt ja einiges getan hat. Die Umlage ist ja jetzt weg, was ich eigentlich begrüße, aber ehrlich gesagt bin ich verwirrt, was das konkret für die Wirtschaftlichkeit bedeutet.

Ich beschäftige mich gerade mit modernen PV-Modulen für meinen neuen Standort und habe auch ein Mehrfamilienhaus mit Dachfläche im Blick. Vorher hätte ich gedacht: Mieterstrom = automatisch rentabel wegen der Umlage-Ersparnis für die Mieter. Jetzt ohne Umlage frage ich mich: Müssen die Mieterstrom-Tarife jetzt deutlich günstiger werden, um noch konkurrenzfähig zu sein? Oder hat das eher keine großen Auswirkungen auf die Kalkulation?

Kennt jemand von euch aktuelle Erfahrungen damit? Wie kalkulieren denn erfahrene Anlagenbauer das jetzt neu? Verschärft sich das Geschäftsmodell dadurch erheblich, oder stabilisiert es sich eher langfristig?

Freue mich auf Input!


3 Antworten
Martin K.
Beiträge: 3
(@martin8973)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Spannend für mich da eher die Optimierungsfrage: Wenn Mieterstrom jetzt wirtschaftlich anspruchsvoller wird, wird es wichtiger, die Anlagen genau zu planen – Dachausrichtung, Verschattungsanalyse, Speicher-Dimensionierung. Das war auch vorher relevant, aber jetzt ist es vielleicht ein echtes Differenzierungsmerkmal zwischen rentablen und fragwürdigen Projekten. Ob Speicher direkt dabei sein sollte oder später – diese Frage wird nochmal aktueller, würde ich sagen.


Antwort
Marcus89
Beiträge: 6
(@marcus89)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das ist eine dieser Fragen, wo die meisten mit Gefühl antworten statt mit echten Zahlen. Fakten: Ohne Umlage sinken für Mieter die Anreize, den Strom zu nehmen – wenn der Preis nicht konkurrenzfähig ist. Das heißt, Betreiber müssen entweder die Marge reduzieren oder akzeptieren, dass weniger Mieter teilnehmen. Die Kalkulation wurde definitiv enger. Aber "unrentabel" ist ein starkes Wort – kommt auf Größe, Standort und Finanzierungskonditionen an. Würde mich vor der Planung auf jeden Fall mit aktuellen Betreibern unterhalten, nicht mit theoretischen Modellen arbeiten.


Antwort
SolarMontage47
Beiträge: 4
(@solarmontage47)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Gute Frage, Rainer. Zu meiner Selbstmontage-Phase habe ich mich damit noch nicht intensiv beschäftigt, aber vom Hören-Sagen: Die Umlage-Abschaffung bedeutet tatsächlich, dass Mieter die komplette Ersparnis nicht mehr automatisch bekommen. Dafür fallen aber auch Administrationskosten weg, die vorher eingepreist waren. Ob sich das für Betreiber nachteilig auswirkt, hängt stark davon ab, wie eng die Kalkulation vorher war. Ich würde eher sagen: Es wird transparenter, aber nicht automatisch unrentabel. Die Margen sind halt kleiner geworden – nicht mehr für jeden interessant, aber für professionelle Anlagenbauer weiterhin tragbar.


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