Hallo zusammen,
nach 12 Jahren melde ich mich mal wieder mit einer neuen Frage – damals hatte ich nur eine kleine 3kWp-Anlage, jetzt plane ich eine richtige Erweiterung mit Stromspeicher und intelligenter Steuerung.
Mein aktuelles Projekt: Ich möchte eine Mieterstrom-Anlage auf einem 4-Familienhaus planen, bei der die einzelnen Mieter ihre Geräte auch selbst steuern können. Meine Frage ist: Welche Wechselrichter unterstützen moderne Kommunikationsprotokolle (Modbus, SunSpec, etc.), um mit dezentralen Mieter-Energiemanagementsystemen zu kommunizieren?
Ich habe gelesen, dass nicht alle WR-Hersteller hier gleich gut ausgestattet sind. Manche haben nur HTTP-APIs, andere bieten richtige standardisierte Schnittstellen. Auch das Monitoring soll natürlich dezentralisiert möglich sein – jeder Mieter sollte seinen Verbrauch sehen können.
Habt ihr Erfahrungen gemacht, welche WR-Modelle sich für so ein Szenario bewährt haben? Und wichtig: Wie handhabe ich das rechtlich/vertraglich, wenn die Mieter ihre eigenen Smart-Home-Systeme anschließen wollen?
Freue mich auf eure Tipps!
Markus B.
Guter Gedanke mit dem dezentralen System! Bei meiner Hybridanlage habe ich mich intensiv mit den Kommunikationsstandards beschäftigt. Meine Erkenntnis: Nimm einen WR mit Modbus TCP, das ist zukunftssicher und wird von guten Mieter-Energiemanagementsystemen (z.B. die von Shelly, Home Assistant, etc.) unterstützt.
Was die Wartung angeht: Achte darauf, dass der WR selbst remote überwachbar ist. Wenn etwas schiefgeht und 4 Mieter-Systeme gleichzeitig versuchen, den WR zu regeln, brauchst du schnell einen Überblick. SMA und Fronius haben da bessere Logging-Funktionen als die günstigen No-Name-Produkte.
Rechne auch ein, dass du möglicherweise Support für die Mieter leisten musst – gerade ältere Menschen mit Smart-Home-Systemen.