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Wie stark bremst Herbstverschattung meine Balkonkraftwerke wirklich?

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Timo B.
Beiträge: 1
Themenstarter
(@timo84)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#220]

Hallo zusammen,

ich lese hier schon eine Weile mit und bin gerade bei meinen ersten eigenen PV-Erfahrungen angekommen. Es geht um ein Balkonkraftwerk an einem MFH-Balkon, also eher die kleine Lösung für den Alltag, nicht direkt eine große Dachanlage. Jetzt im September merke ich, dass die Sonne schon deutlich tiefer steht als im Sommer und der Schatten vom Nachbarbalkon bzw. vom Geländer früher auf die Module fällt.

Mich würde interessieren, wie stark sich so eine teilweise Verschattung in der Praxis auf den Ertrag auswirkt. Ich habe zwei Module, die nicht komplett frei hängen, sondern am Rand am Vormittag und am späten Nachmittag zeitweise Schatten abbekommen. Ist das eher ein kleiner Verlust oder kann das richtig reinhauen, auch wenn nur ein Teil vom Modul betroffen ist?

Was ich außerdem nicht ganz einschätzen kann: Ist es bei Balkonkraftwerken sinnvoller, die Module nochmal umzubauen, damit sie im Herbst/Winter möglichst lange frei bleiben, oder ist der Aufwand meistens größer als der Nutzen? Ich frage auch mit Blick auf Mieterstrom bzw. Mehrfamilienhäuser, weil man da ja oft gar nicht die perfekte Südlage bekommt und mit Kompromissen leben muss.

Wäre super, wenn jemand aus der Praxis sagen kann, worauf man bei Verschattung im Herbst achten sollte und ob bestimmte Schattensituationen besonders problematisch sind.


1 Antwort
Thomas K.
Beiträge: 5
(@thomas88)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Timo B.,

aus meiner Erfahrung ist Herbstverschattung oft weniger dramatisch als viele zuerst denken, aber sie kann trotzdem nerven. Bei Modulen im Balkonkraftwerk hängt viel davon ab, ob nur der Rand oder wirklich eine ganze Zellreihe im Schatten liegt. Teilverschattung kann den Ertrag überproportional drücken, weil bei vielen Modulen nicht jede Zelle für sich arbeitet. Wenn ungünstig verschattet wird, geht plötzlich mehr verloren als man vermutet.

Am meisten merkt man es morgens/abends oder wenn Geländerstreben quer über einzelne Zellen laufen. Das kann dann einzelne Minuten oder Stunden ziemlich ausbremsen. Wenn du zwei Module hast und beide teils anders verschattet werden, ist das oft besser, als wenn beide gleichzeitig komplett im Schatten hängen.

Ob Umbau sinnvoll ist, würde ich nach Aufwand bewerten. Wenn es nur um ein paar Wochen im Jahr geht, lohnt der große Umbau meist eher nicht. Besser ist oft testen: leicht andere Neigung, ein Stück höher setzen oder mit Mikrowechselrichter/Modulaufteilung spielen. Im Herbst/Winter zählt jeder freie Sonnenstrahl, aber Wunder darf man bei MFH-Balkonen eh nicht erwarten.


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