Hallo zusammen,
nach dem durchwachsenen Winter überlege ich, meine 12 kWp Anlage um weitere 8 kWp zu erweitern. Dabei denke ich an eine Hybridanlage mit Wind-PV-Kombination für bessere Wintererträge.
Jetzt stellt sich die Frage nach den Modulen. Mein Installateur schlägt bifaciale Module vor, die auch von der Rückseite Licht einfangen können. Klingt erstmal gut, aber der Aufpreis ist nicht ohne - etwa 15% mehr als bei monofacialen Modulen.
Meine Gedanken: Die bestehende Anlage läuft auf dem Süddach (35° Neigung), die Erweiterung soll auf eine Freifläche im Garten. Dort könnte ich theoretisch auch eine Ost-West-Aufständerung machen. Bei bifacialen Modulen wäre das ja besonders interessant wegen der Reflexion vom Boden.
Hat jemand praktische Erfahrungen mit bifacialen Modulen? Wie groß ist der Mehrertrag wirklich? Und macht das bei einer geplanten Hybridanlage überhaupt Sinn, oder sollte ich das Geld lieber in eine größere Windturbine stecken?
Freue mich auf eure Meinungen!
Stefan
Hey Stefan,
bin zwar noch mitten in der Planung meiner ersten Anlage, aber hab mich auch intensiv mit bifacialen Modulen beschäftigt. Die 15% Aufpreis sind schon heftig, aber wenn ich die ganzen Youtube-Videos und Tests richtig verstehe, bringen die im Idealfall 10-30% Mehrertrag.
Das Ding ist halt: Du brauchst wirklich guten reflektierenden Untergrund. Auf normaler Erde oder Gras ist der Effekt eher mau. Heller Kies oder sowas wäre optimal. Bei Ost-West-Aufständerung soll's noch besser funktionieren, weil die Module dann steiler stehen.
Zu der Hybridanlage mit Wind kann ich leider nix sagen - bin da noch am lernen was Speicher und Wechselrichter angeht. Aber rein von der PV-Seite her: Wenn du sowieso schon 8 kWp planst, würde ich eher überlegen ob du nicht mit dem gesparten Geld noch 1-2 kWp mehr Module draufpackst? Könnte am Ende mehr bringen als die bifacialen.
Lass mal hören was du entscheidest!
Felix