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Balkonkraftwerk-Module: Welche Größe ist sinnvoll?

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Thomas K.
Beiträge: 3
Themenstarter
(@thomask4729)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#175]

Hallo zusammen,

ich plane mir ein Balkonkraftwerk zuzulegen und bin jetzt bei der Frage nach der richtigen Modulgröße angelangt. Im Netz liest man überall, dass 400-600W Module sinnvoll sind, aber ich bin skeptisch, ob das wirklich auf meine Situation passt.

Bei mir: Mietwohnung mit südwestlichem Balkon, ca. 3 Stunden direkte Sonne im Sommer, allerdings mit teilweise Verschattung durch Nachbarhaus am späten Nachmittag. Mein Stromverbrauch tagsüber ist eher niedrig (arbeite meist außer Haus), die meiste Last kommt abends (Kochen, Waschen).

Meine Frage: Macht für meine Situation wirklich ein großes 600W-Modul Sinn, oder würde ich mit zwei kleineren 300W-Modulen nicht besser fahren? Mit zwei Modulen könnte ich eines optimal ausrichten und das andere für den Früh-/Spätmorgen anders positionieren. Die Anschaffungskosten sind auch nicht so brutal unterschiedlich.

Wie rechnet ihr das bei solchen Konstellationen? Gibt es eine ehrliche Kosteneinsparung, oder ist das eher Wunschdenken?

Danke für realistische Einschätzungen!


2 Antworten
SolarPlaner68
Beiträge: 5
(@solarplaner68)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Thomas, das ist eine sehr gute Überlegung. Ich habe ähnliche Fälle bei Nachbarn geplant und kann dir folgendes aus der Praxis berichten:

Bei deiner Situation mit begrenzter Sonneneinstrahlung und Verschattung würde ich tatsächlich eher zu zwei kleineren Modulen tendieren. Der Grund: Zwei Module mit Optimierern (oder gar einzelnen Micro-Wechselrichtern) fahren bei Teilverschattung deutlich besser als ein großes Modul mit nur einem zentralen Wechselrichter.

Zum Thema Kostenersparnis: Rechne realistisch mit etwa 150-200 kWh pro Jahr bei deinen Bedingungen (nicht die 250-300 kWh, die manche versprechen). Das spart dir bei aktuellen Strompreisen etwa 50-70 Euro jährlich. Die Amortisation dauert dementsprechend 7-10 Jahre. Ob das für dich sinnvoll ist, hängt davon ab, wie lange du in der Wohnung bleibst.

Mein Tipp: Zwei Module + zwei kleine Micro-Wechselrichter ist flexibler und bei Verschattung effizienter.


Antwort
Hermann K.
Beiträge: 11
(@eegexperte68)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Wichtig für dich auch noch: Schau dir die Regelungen in deinem Bundesland an – manche Länder haben spezifische Vorgaben für Balkonkraftwerke bezüglich Größe und Anmeldung. Unter 600W ist man überall auf der sicheren Seite, aber die Details lohnen sich zu recherchieren. Ich habe dazu im Forum mal etwas geschrieben: Kleine Anlagen unter 10 kWp: Wirtschaftlichkeit realistisch? – da geht es zwar um größere Anlagen, aber die grundsätzlichen Abschreibungskalkulationen lassen sich auch auf Balkonkraftwerke übertragen.


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