Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Planung einer Solaranlage für unser Einfamilienhaus und bin bei der Dimensionierung unsicher geworden. Unser Dach hat eine nutzbare Fläche von etwa 45 Quadratmetern – das Südwest-Dach hat eine gute Neigung von ca. 35 Grad. Bisher dachte ich, einfach die Fläche optimal auszunutzen wäre das Beste, aber ich habe gelesen, dass man auch die Wirtschaftlichkeit und den tatsächlichen Stromverbrauch berücksichtigen sollte.
Unsere Familie verbraucht etwa 4.500 kWh pro Jahr. Mit modernen 450er-Modulen (monokristallin) würde ich auf etwa 20-22 Module kommen, was eine Nennleistung von ca. 9-10 kW bedeutet. Aber ist das realistisch für unseren Verbrauch, oder überdimensioniert? Wie viel Ertrag kann ich im August tatsächlich erwarten, bevor die Spätsommer-Erträge wieder sinken?
Welche Modul-Anzahl würdet ihr bei dieser Konstellation empfehlen? Sollte ich eher auf 15 Module gehen oder die volle Fläche nutzen?
Danke für eure Erfahrungen!
Hallo Helmut,
wie du vielleicht noch weißt, beschäftige ich mich ja aktuell intensiv mit der Planung meiner ersten Hybridanlage – und genau das ist für deine Frage extrem relevant! Bei mir war der entscheidende Punkt: Nicht nur die kWh/Jahr zählen, sondern auch die Tagesverschiebung.
4.500 kWh bei 45 qm – mit modernen Modulen sprichst du wahrscheinlich von 8-9,5 kWp realistische Auslegung. Der Clou: Mit Speicher (den ich einplanen werde) oder mit Wärmepumpe/Warmwasserspeicher kannst du den Sommerpeak viel besser absorbieren. Ohne das Alles wird's eng.
Für deinen Eigenverbrauch brauchst du auch gute Monitoring-Daten – ich empfehle dir dringend, die Verbrauchskurven über ein Jahr zu tracken. Dann siehst du, wo deine Lücken sind. Mit Hybrid wirds entspannter.