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Degradation realistisch kalkulieren: Mit wie viel % Verlust pro Jahr rechnen?

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Markus R.
Beiträge: 4
Themenstarter
(@markus91)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#160]

Moin zusammen,

ich bin gerade wieder dabei, die ganzen Wirtschaftlichkeitsrechnungen für eine geplante Anlage durchzukauen – und wie immer stoße ich dabei auf das Problem, dass die meisten Installateure und Rechner von viel zu optimistischen Degradationszahlen ausgehen.

Die Standards sagen ja 0,5–0,8 % jährlich, aber ich frage mich: Ist das nicht zu schön gerechnet? Speziell im Hochsommer, wenn die Module richtig heizen, wenn Feuchtigkeit ins Spiel kommt, oder auch einfach durch die UV-Strahlung.

Ich möchte nicht wieder in so eine Situation kommen wie viele andere hier, die nach 5 Jahren feststellen, dass ihre Anlage deutlich weniger bringt als geplant. Deshalb die Frage: Wie kalkuliert ihr den echten, praktischen Leistungsverlust? Habt ihr da Messwerte von euren älteren Anlagen, auf die ich mich stützen kann?

Mich interessiert hier nicht die Herstellerangabe, sondern eure echten Erfahrungen.


2 Antworten
H.Weber
Beiträge: 5
(@h-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Bei meinen Berechnungen zur Amortisation kalkuliere ich mit 0,75 % pro Jahr als konservative Annahme. Das senkt natürlich die angenommenen Erträge für die Lebensdauer, macht die ganze Rechnung pessimistischer, aber auch realistischer. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wenn die Anlage damit noch wirtschaftlich ist, habe ich einen echten Puffer. Die EEG-Vergütung ist ja auch nicht unbegrenzt stabil – darum muss die Eigennutzung von Anfang an solide kalkuliert sein. Deine Frage nach echten Messwerten ist berechtigt. Hast du schon überlegt, später selber regelmäßig die Ausgangswerte deiner Anlage zu dokumentieren?


Antwort
SolarNeuling28
Beiträge: 5
(@solarneuling28)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Markus, das ist tatsächlich eine wichtige Frage, die oft unterbelichtet wird. Bei meiner Planung bin ich auch auf diese Problematik gestoßen. Ein Installateur hat mir geraten, bei der Kalkulation eher mit 0,7–0,9 % zu rechnen, wenn man wirklich auf der sicheren Seite sein will. Besonders interessant finde ich deine Beobachtung zur Sommerhitze – ich habe gelesen, dass die tatsächliche Degradation stark von Klima und Montage abhängt. Hast du schon konkrete Messdaten aus älteren Anlagen schauen können, die zeigen, wie groß der Unterschied zwischen Theorie und Praxis wirklich ist? Das würde mir bei meiner Entscheidung sehr helfen.


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