Moin zusammen,
bin grade dabei meine Anlage für die Sommermonate zu optimieren und überlege ob ich die Neigung meiner Module anpassen soll. Hab aktuell 35° festinstalliert, was für den Winter ganz gut war. Jetzt im Mai merke ich aber dass die Sonne viel höher steht und frage mich ob ich auf etwa 20-25° runter gehen sollte für den Sommer.
Hab schon mal mit nem Multimeter gemessen und tatsächlich um die Mittagszeit etwas weniger Leistung als erwartet. Könnte aber auch an den warmen Temperaturen liegen die wir schon hatten.
Wer von euch hat Erfahrung mit verstellbaren Aufständerungen? Lohnt sich der Aufwand zweimal im Jahr umzustellen? Meine Module sind relativ leicht zugänglich, wär also kein riesen Problem. Hab gehört dass man so 10-15% mehr Ertrag rausholen kann über's Jahr, stimmt das?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Hallo,
aus wirtschaftlicher Sicht muss ich dir leider sagen dass sich der Aufwand meist nicht rechnet. Ich hab das vor ein paar Jahren mal durchgerechnet - die 10-15% mehr Ertrag sind theoretisch möglich, aber praktisch eher 5-8% realistisch.
Bei meiner 12 kWp Anlage wären das vielleicht 300-400 kWh mehr im Jahr, macht bei aktuellen Vergütungen etwa 120-160€. Dafür zweimal jährlich auf's Dach klettern, Verschleißkosten an der Mechanik, eventuell mal was kaputt machen... Das amortisiert sich über die Anlagenlaufzeit kaum.
Die feste 35° Neigung ist eigentlich ein guter Kompromiss über's ganze Jahr. Deine geringere Leistung zur Mittagszeit liegt vermutlich wirklich an den Temperaturen - Module verlieren bei Hitze ordentlich Performance.
Wenn du's trotzdem machen willst, achte auf stabile Befestigung und nimm jemanden mit auf's Dach. Sicherheit geht vor! Aber rechne nicht mit Wundern beim Ertrag.
Gruß
Andreas