Hallo zusammen,
ice bin neu hier und plane gerade meine erste Solaranlage. Dabei bin ich auf etwas gestoßen, das mir Kopfzerbrechen bereitet: Im August haben wir hier doch eigentlich die meiste Sonne im Jahr, aber irgendwie lese ich überall, dass die Module dann weniger effizient arbeiten als im Frühling oder Herbst. Das ergibt für mich keinen Sinn.
Ich verstehe, dass es mit Wirkungsgradverlusten bei hohen Temperaturen zu tun hat – aber wie genau funktioniert das? Und wenn ich dann auf meinem geplanten Südwestdach Module installiere: Sollte ich da besondere Module wählen, die hitzeresistenter sind? Oder ist das eh egal und ich sollte mich eher auf die optimale Neigung konzentrieren?
Zum anderen: Wie wirkt sich Bewölkung aus? Wenn es im August bewölkt ist (was ja auch vorkommt), fahre ich da völlig gegen die Wand oder erzeugen die Module noch nennenswert Strom?
Freue mich auf praktische Erfahrungen von euch!
Hi Julian,
als ich meine Anlage geplant habe, hat mich das auch verwirrt. Aber der Grund ist tatsächlich die Temperatur: Module sind im Sommer nicht bei 25°C, sondern deutlich heißer (oft 50–60°C), und da sinkt der Wirkungsgrad einfach ab. Das ist physikalisch bedingt und bei allen aktuellen Modultypen so.
Im Herbst und Frühjahr: kühler, aber nicht weniger Sonne – deshalb der höhere Ertrag pro Watt Modulleistung.
Bei Bewölkung: Diffuslicht wird auch noch genutzt, aber eben nicht so effizient. Mein Monitoring zeigt: an bewölkten Tagen im August komme ich oft auf nur 20–30% der Tagesertrag-Erwartung.
Für deine Südwestanlage: Standard-Module sind da vollkommen okay. Der Temperaturkoeffizient unterscheidet sich zwischen den Herstellern kaum noch. Wichtiger für dich als Anfänger: sorge für gute Hinterlüftung beim Montieren – das hilft den Modulen, nicht so heiß zu werden.