Hallo zusammen,
ich bin nach etwa 10 Jahren wieder aktiv im Forum und möchte mich über den aktuellen Stand der Perowskit-Solartechnik informieren. Damals, als ich meine erste Anlage geplant habe, waren Perowskite noch pure Science-Fiction – jetzt lese ich überall, dass sie bald kommen sollen.
Meine Frage: Gibt es bereits marktreife Perowskit-Module zu kaufen, oder sind wir immer noch im Stadium der Versprechen? Ich interessiere mich besonders dafür, ob sich eine Investition lohnt, wenn ich in den nächsten 1–2 Jahren eine neue Anlage plane. Wie sieht es mit der Haltbarkeit aus? Und was kostet so ein Modul im Vergleich zu klassischen Silizium-Panels?
Ich habe gelesen, dass Perowskite höhere Wirkungsgrade haben sollen – aber bei welcher Kostenersparnis macht das wirklich Sinn für den Privatanwender? Oder sollte ich mich lieber auf bewährte Module konzentrieren?
Freue mich auf eure Erfahrungen und aktuellen Infos!
Kurz gesagt: noch nicht verfügbar für Privatanwender. Einzelne Hersteller wie Perovskite Photovoltaics oder Japanese startups arbeiten dran, aber Serienproduktion mit anständigen Garantien – Fehlanzeige. Das ist noch 2–3 Jahre weg, realistische Prognose. Haltbarkeit ist auch noch nicht wirklich geklärt, da die Dinger mit Feuchte kämpfen. Für 2025 würd ich nicht darauf warten, ehrlich gesagt.
Interessante Frage – ich hab mich damit auch schon auseinandergesetzt, als ich überlegt habe, ob ich meine 12 kWp-Anlage irgendwann upgraden sollte. Also der Stand ist: Es gibt Labormuster und ein paar Pilotprojekte, aber zur kommerziellen Massenproduktion sind wir noch nicht wirklich. Die meisten seriösen Quellen rechnen mit 2026–2027, wenn überhaupt.
Das Knifflige ist weniger die Effizienz (ja, 25–30% sind theoretisch möglich) als vielmehr die Langzeitstabilität und die Zertifizierungen. Feuchtigkeitsschutz ist immer noch ein echtes Problem. Und die Kosten? Aktuell deutlich teurer pro Watt als Silizium, das dürfte sich aber ändern.
Mein Tipp: Plant eure Anlage mit bewährter Technik jetzt. Perowskite sind interessant für die nächste Generation – nicht für heute.