Hallo zusammen,
ich hab ein Problem mit meiner PV-Verkabelung und bin etwas ratlos. Bei der Installation letztes Jahr wurde auf der DC-Seite 4mm² Kabel verwendet, aber jetzt bei den heißen Temperaturen mache ich mir Sorgen ob das ausreicht.
Meine Anlage: 12 Module à 400W, Strings mit je 6 Modulen, Wechselrichter Fronius Symo 4.5-3-M. Die Kabel laufen etwa 15m unter den Dachziegeln zum Wechselrichter.
Jetzt bei über 30°C Außentemperatur wird es unter dem Dach bestimmt 50-60°C heiß. Ich hab gelesen dass sich da die Kabelquerschnitte anders berechnen. Die Anlage läuft zwar problemlos, aber ich will nicht dass mir was überhitzt oder Verluste entstehen.
Auf der AC-Seite vom Wechselrichter bis zum Hausanschluss sind 6mm² NYM verlegt, das sollte passen oder?
Wie kann ich prüfen ob die DC-Verkabelung wirklich ausreicht? Gibt es einfache Messgeräte dafür? Will ungern im Hochsommer auf's Dach klettern um alles neu zu verkabeln...
Danke für eure Hilfe!
T.Hofmann
4mm² bei 15m und der Stringgröße ist schon sehr knapp bemessen. Bei 50-60°C Kabeltemperatur musst du mit deutlichen Verlusten rechnen.
Einfache Prüfung: Miss mal die Spannung direkt am String und dann am Wechselrichtereingang. Bei zu hohen Verlusten siehst du da einen merklichen Unterschied. Wenn mehr als 2-3V Spannungsabfall, dann definitiv Kabel tauschen.
Bei deiner Anlagengröße sind 4mm² DC-seitig eigentlich grenzwertig, vor allem bei den hohen Dachtemperaturen im Sommer. Die 15m Leitungslänge und die Temperaturen unter den Ziegeln sind definitiv problematisch.
Ich würde dir empfehlen, mit einem Infrarot-Thermometer die Kabeltemperaturen zu messen, besonders mittags bei Volllast. Wenn die Kabel deutlich wärmer werden als die Umgebungstemperatur, hast du zu hohe Verluste.
Bei mir hatte ich ähnliche Probleme - wie ich schon mal geschrieben hab, wird die Verkabelung bei hohen Temperaturen schnell zum Engpass. 6mm² wären bei deiner Konstellation besser gewesen.
Die AC-Seite mit 6mm² NYM passt dagegen gut. Das Problem liegt definitiv auf der DC-Seite.