Hallo zusammen,
ich plane gerade meine erste größere PV-Anlage und bin dabei auf Perowskit-Module gestoßen. Die Wirkungsgradversprechen klingen beeindruckend, aber ich habe ein paar praktische Fragen:
1. Falls Perowskit-Module 2025 tatsächlich in Serie gehen – wie sieht es mit der EEG-Vergütung aus? Werden die wie Standard-Silizium-Module behandelt, oder gibt es spezielle Regelungen für neue Technologien?
2. Ich interessiere mich für Smart Home Integration meiner Anlage. Funktionieren die Monitoring-Systeme auch bei Perowskit-Modulen, oder gibt es da Besonderheiten bei der Datenerfassung?
3. Wie seriös sind die aktuellen Marktaussagen wirklich? Ich möchte nicht in 2-3 Jahren feststellen, dass die Module doch noch nicht marktreif waren.
Hat jemand konkrete Infos oder Kontakte zu Herstellern, die tatsächlich Serie planen? Oder sollte ich mich für eine sichere Investition doch erst mal bei bewährten Mono-Modulen orientieren?
Danke vorab!
Interessante Frage! Ich bin ja gerade dabei, mich nach 15 Jahren wieder in die PV reinzuziehen, und die Perowskit-Hype habe ich auch mitbekommen. Ehrlich gesagt: Ich würde noch nicht drauf wetten. Die Laborwerte sind beeindruckend, aber die Langzeitstabilität unter echten Bedingungen ist immer noch das große Fragezeichen. Bei meinem Wiedereinstieg setze ich auf bewährte monokristalline Module – die Technik ist ausgereift, die EEG-Vergütung ist klar, und die Wechselrichter-Integration funktioniert einwandfrei. Perowskit kann ich mir ab 2026/2027 noch als Nachrüstung vorstellen, wenn echte Feldtests vorliegen. Für deine Smart Home Pläne: Mit Standard-Modulen bist du flexibler bei der Wahl der Monitoring-Systeme. Da würde ich nicht experimentieren.
Zu deinem Punkt EEG: Die Vergütung richtet sich nach Anlagenklasse und Inbetriebnahmedatum, nicht nach der Modulart – sofern die Module zugelassen sind. Bei Perowskit ist die große Unbekannte die Zertifizierung. IEC 61215 gibt es für Perowskit erst seit 2023, und echte Feldtests über mehrere Jahre fehlen noch. Das ist bei netzgekoppelten Anlagen mit EEG-Anspruch ein echtes Risiko. Meine Empfehlung: Stick mit Silizium, wenn es um Förderung geht. Der Wirkungsgradunterschied ist wirtschaftlich (noch) nicht so relevant, dass er das Risiko rechtfertigt. Bei meinen bisherigen Berechnungen zur Netzeinspeisung zeigte sich: Systemstabilität schlägt 5 % mehr Wirkungsgrad.