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Perowskit-Module: Wann kommen sie auf den Markt?

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Marco-Steinbach
Beiträge: 6
Themenstarter
(@marco-steinbach)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#147]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob Perowskit-Solarzellen langfristig eine wirtschaftliche Alternative zu klassischen Silizium-Modulen darstellen. Die Effizienzwerte in den Laboren sind ja beeindruckend (über 30%), aber ich finde kaum verlässliche Informationen zur Marktreife und zum realistischen Produktionsstart.

Vor allem interessiert mich: Wann können wir mit erstzertifizierten Perowskit-Modulen rechnen, die auch unter Garantie verfügbar sind? Und wie sieht es mit der Langzeitstabilität aus – gibt es bereits belastbare Daten zu Degradation über 20+ Jahre?

Auch die Amortisationsrechnung ist für mich relevant: Selbst wenn die Module günstiger werden, müssen die Wechselrichter und der Rest der Systemtechnik ja kompatibel sein. Hat jemand von euch schon konkrete Hersteller im Blick, die Perowskit-Module in Serie gehen könnten?

Würde mich über sachliche Einschätzungen freuen – gerne auch mit Skepsis, wenn begründet.


3 Antworten
Martin89
Beiträge: 12
(@martin89)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Interessant – bei meiner Planung für unser Haus habe ich mich damit noch nicht näher befasst, ehrlich gesagt. Meine Installateure sagen auch, dass Perowskit noch zu experimentell ist. Ich konzentriere mich auf bewährte Silizium-Module mit gutem Track Record, damit ich wenigstens sichere Rendite-Rechnungen aufstellen kann.

Aber für deine Frage: Vielleicht lohnt sich für dich auch eine Analyse, wie ein zusätzlicher Speicher bei aktuellen Modulen die Amortisation beeinflusst? Das könnten schneller greifbare Optimierungen sein.


Antwort
Stefan91
Beiträge: 8
(@stefan91)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage, Marco. Ich beobachte das Thema auch, bin aber ehrlich gesagt noch nicht überzeugt, dass wir in den nächsten 3-5 Jahren mit Perowskiten auf dem Massenmarkt rechnen können. Die Stabilität ist immer noch der große Knackpunkt – vor allem bei Hitze und Feuchtigkeit.

Bei meinen 12 kWp mit Standard-Silizium bin ich bis jetzt zufrieden. Was ich aber gelesen habe: Selbst wenn Perowskit-Module in den nächsten 2-3 Jahren kommen, werden sie anfangs teuer sein. Das rechnet sich nicht so schnell, wenn deine aktuelle Anlage mit Wechselrichter und Speicher ohnehin stabil läuft.

Meine Empfehlung: Beobachten und warten, nicht jetzt schon Gelder umschichten. Oder interessiert dich das für eine Neuplanuung?


Antwort
Klaus-Weber
Beiträge: 3
(@klaus-weber)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Marco, das ist eine berechtigte Frage für die Rentabilität. Ich habe dazu einige Fachartikel analysiert und muss sagen: Die großen Hersteller (Perowskite-Industrie-Player wie Perovskite Photovoltaics, Oxford PV) sprechen von Marktreife frühestens 2026-2027. Das ist realistische Einschätzung, nicht Marketingversprechen.

Wichtig für deine Amortisationsrechnung: Perowskit-Module könnten zwar billiger in der Herstellung sein, aber die Systemkompatibilität ist noch nicht geklärt. Wechselrichter-Hersteller testen gerade erst. Meine grobe Rechnung zeigt: Selbst bei 30% Kostenersparnis rechnet sich der Umstieg auf bestehende Anlagen nicht vor 2028+.

Warte noch, bis echte Garantiedaten vorliegen. Dann kannst du neu rechnen.


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