Hallo zusammen,
ich plane gerade für einen Altbau (Baujahr 1968) eine 8 kWp-PV-Anlage mit Speicher und möchte gleichzeitig einige Smart-Home-Funktionen nachrüsten. Allerdings stoße ich bei der Planung auf einige praktische Probleme, über die ich gerne mit euch diskutieren möchte – aus elektrotechnischer Perspektive.
Das Haus hat noch Kupferleitungen von damals, teilweise verlegte Kabel in den Wänden (deren genaue Routen unbekannt), und die Elektroinstallation ist nicht modular aufgebaut. Eine Komplettsanierung kommt aus Kostengründen nicht in Frage.
Meine konkrete Frage: Wo ergibt es wirklich Sinn, Smart-Home-Komponenten nachzurüsten – und wo sollte ich realistischerweise einfach verzichten? Ich interessiere mich besonders für die Wechselrichter-Integration: Welche modernen WR-Modelle lassen sich auch bei älterer Hausinfrastruktur problemlos anbinden? Und wie priorisiere ich – erst Speicher + Monitoring, dann später Smart Home? Oder umgekehrt?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit älteren Gebäuden gemacht?
Gute Frage, D.Schneider. Aus meiner Erfahrung mit der 12 kWp-Anlage kann ich dir sagen: Bei Altbauten würde ich tatsächlich eine klare Reihenfolge einhalten.
Prioritäten nach meinen 8 Jahren als Elektriker vor Ort:
1. **Wechselrichter mit lokalem Monitoring wählen** – moderne Geräte wie SMA Sunny Tripower oder fronius Symo lassen sich über Modbus/Ethernet direkt anbinden, ohne dass du tiefe Eingriffe in die Hausverkabelung brauchst. Das ist dein Datenkern.
2. **Speicher** – das ist die nächste Ebene, meist standardmäßig kompatibel.
3. **Smart Home schrittweise** – erst Funkgeräte (Zigbee, Z-Wave), später fest verdrahtete Komponenten, wenn's Sinn macht.
Bei alten Kupferleitungen: Die Verlegung in den Wänden ist genau das Problem. Neue Leitungen für intelligente Schalter sind aufwendig und teuer. Bleib da minimalistisch.
Welcher WR-Typ interessiert dich konkret?
Hey D.Schneider, ich bin gerade in einer ähnlichen Situation – nach meinen Pausen-Jahren stelle ich fest, dass Smart Home nachrüsten im Altbau wirklich tückisch ist. Aus meinen Threads zu Ost-West-Dächern und den Winterproblemen weiß ich: Je simpler die Systeme, desto zuverlässiger.
Mein Rat: Investier erst in einen guten Wechselrichter mit **lokalen API-Schnittstellen** (kein Cloud-Zwang). Das macht die weitere Aufrüstung später deutlich flexibler. Für den Rest – Heizthermostat, Beleuchtung – nimm funkgebundene Systeme, die keine neue Verkabelung brauchen. Das ist im Altbau einfach realistischer und günstiger.