Hallo zusammen,
ich habe mich in den letzten Wochen intensiv mit den neuen Solarmodul-Generationen beschäftigt und bin fasziniert von den Wirkungsgraden, die heutzutage möglich sind. Jetzt stellt sich mir aber eine praktische Frage: Ich plane, auf meinem Dachanbau eine kleine 3-kWp-Anlage zu installieren – nicht riesig, aber für meine Situation realistisch. Der Anbieter hat mir auch einen 4,8-kWh-Speicher vorgeschlagen.
Aber ehrlich gesagt: Lohnt sich das wirtschaftlich? Im Sommer (jetzt) wird die Anlage ja ordentlich produzieren, aber ich bin im Haus ja nicht den ganzen Tag aktiv – Rentner eben. Morgens ein Kaffee, mittags vielleicht was Warmes, abends der TV. Viel Eigenverbrauch wird das nicht sein.
Worin sehe ich den echten Vorteil? Für die Einspeisevergütung? Für mehr Unabhängigkeit? Oder ist das einfach noch zu klein dimensioniert? Freue mich auf eure Gedanken – ihr habt ja oft echte Erfahrungen mit solchen Anlagen.
Hi SolarRudi68,
da muss ich dir ehrlich sagen: Bei 3 kWp und deinem Verbrauchsprofil würde ich den 4,8-kWh-Speicher kritisch sehen. Das habe ich ähnlich in meinem Thread zu den roten Flaggen bei PV-Anbietern beschrieben – da wird oft oversized verkauft.
Wichtig: Bei niedrigem Eigenverbrauch zahlst du für den Speicher drauf, anstatt dass er sich amortisiert. Im Sommer lädt er sich auf, im Winter hilft er kaum. Rechnet man realistische Zyklen durch, brauchst du mindestens 20–25 Jahre bis zur Amortisation – wenn überhaupt.
Meine Perspektive: Für maximale Autarkie würde ich anders vorgehen – größere Anlage, intelligentes Energiemanagement, dann ergibt Speicherung Sinn. Aber bei deiner Konstellation? Erst mal ohne Speicher fahren, im nächsten Jahr neu bewerten.