Hallo zusammen,
ich beschäftige mich jetzt schon länger mit dem Thema Nulleinspeisung und habe festgestellt, dass es da zwischen den Wechselrichter-Herstellern doch erhebliche Unterschiede gibt. Bei meinem aktuellen Setup mit einer 6 kWp Anlage möchte ich endlich zur Nulleinspeisung übergehen – nicht nur wegen der Genehmigung, sondern auch weil ich den Eigenverbrauch deutlich besser ausnutzen möchte.
Mich interessiert aber weniger die generische Schritt-für-Schritt-Anleitung (das kann ich aus der Bedienungsanleitung herauslesen), sondern eher: Welche praktischen Erfahrungen habt ihr mit konkreten Wechselrichter-Modellen gemacht? Wie zuverlässig laufen die Regelungen wirklich im Alltag? Gibt es da Unterschiede zwischen Fronius, SMA, Huawei und anderen?
Auch interessiert mich: Wie verhält sich das ganze im Herbst/Winter, wenn die Einspeiseleistung ohnehin geringer ist? Braucht man da noch wirklich Nulleinspeisung, oder ist das eher ein Sommer-Thema?
Grazie für eure Einschätzungen!
Werner, kurz gefragt: Nutzt du einen intelligenten Zähler oder Ferraris? Das ist oft das größere Problem als der WR selbst. Die Kommunikation muss stabil laufen, sonst bringt dir die beste Regelung nix.
Moin Werner,
gute Frage! Ich hab da mittlerweile Erfahrung mit drei verschiedenen Geräten sammeln können bei Freunden und eigenen Anlagen. Ganz ehrlich: Bei der Nulleinspeisung selbst gibt es zwischen seriösen Herstellern weniger Unterschiede, als man denken könnte. Entscheidend ist eher, wie komfortabel die Bedienung ist und wie fein die Regelung arbeitet.
Fronius-Geräte regeln sehr gleichmäßig und sprechen schnell an – die Übersteuerung ist minimal. SMA braucht manchmal etwas länger, dafür sind die Parameter sehr granular einstellbar. Huawei kenne ich weniger, aber der Ruf ist solide.
Zum Herbst/Winter: Ja, Nulleinspeisung ist dann weniger kritisch, weil die Spitzenlast ohnehin kleiner wird. Aber: Wenn deine Anlage auch im Herbst noch regelmäßig 2-3 kW liefert und du parallel einen großen Verbraucher anmachst, kann es auch jetzt noch zu Einspeisespitzen kommen. Deswegen würde ich die Einstellung trotzdem vornehmen.
Das richtig Wichtige ist aber die Kommunikation zwischen Zähler und Wechselrichter – ob die Datenkabel auch wirklich fest sitzen!