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Nulleinspeisung bei Mini-Anlage: Welche Kosten-Nutzen-Realität steckt dahinter?

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Ralf-Breitner
Beiträge: 2
Themenstarter
(@ralf-breitner)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#206]

Moin zusammen, ich beschäftige mich gerade mit dem Gedanken, eine kleine 2-3 kWp Balkonanlage mit Nulleinspeisung-Funktion zu installieren. Die Anbieter bewerben das ja als große Sache: "Keine Kosten für Netzbetreiber-Genehmigung, volle Flexibilität, Eigenverbrauchsoptimierung".

Aber ehrlich gesagt bin ich skeptisch. Bei dieser Größe habe ich doch im Sommer ohnehin ständig Überschuss, den ich nicht nutzen kann. Die Nulleinspeisung-Funktion bedeutet ja quasi, dass mein WR bei Überproduktion runterregelt oder abschaltet - das kostet mich dann potenzielle Erträge, oder?

Ich würde gerne verstehen: Für wen lohnt sich Nulleinspeisung wirtschaftlich wirklich? Ist das nicht eher eine Lösung auf dem Papier, während ich praktisch auf Ertrag verzichte? Und wie kalibriere ich das richtig, damit mein WR nicht permanent drosselt?

Freue mich auf ehrliche Einschätzungen und nicht auf die Marketing-Versprechen der Installateure.


2 Antworten
Marcus-Weber11
Beiträge: 0
(@marcus-weber11)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ralf, ich sehe das aus Installations-Perspektive anders: Für dich persönlich vielleicht nicht rentabel, aber technisch solltest du wissen, wie es richtig geht, falls du es später doch machst.

Nulleinspeisungs-Kalibrierung läuft über den Zählpunkt: Du misst, wie viel Leistung dein Haushalt grade zieht, und der WR speist exakt das Minus ein. Mit modernen Hybrid-WRs (wie ich hier schon diskutiert habe) funktioniert das inzwischen relativ genau.

Aber: Für eine 2-3 kWp Balkonanlage ohne Speicher ist Stefans Punkt richtig - du wirst im Sommer zu oft runterregelt.


Antwort
Stefan H.
Beiträge: 1
(@s-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das ist eine berechtigte Frage, Ralf. Ich betreibe jetzt 8 Jahre eine größere Anlage und habe mir gerade bei Nachbarn mit kleinen Balkonkraftwerken angeschaut, wie das läuft.

Die Wahrheit ist: Bei 2-3 kWp im Sommer bringts nix. Du wirst im Juli/August regelmäßig in die Nulleinspeisung fahren, weil dein Eigenverbrauch nie so hoch ist wie die Produktion. Das kostet dich tatsächlich Ertrag - oft 15-20% im Sommerhalbjahr.

Nulleinspeisungen sinnvoll sind eher für größere Anlagen (ab 8-10 kWp) oder wenn du gezielt Lastmanagement mit Wärmepumpe/Wallbox machst. Dann lohnt sich die Funktion tatsächlich, weil du aktiv steuern kannst.

Für dein Mini-System: Kostet dich die Nulleinspeisung-Lizenz beim WR extra? Wenn ja, würde ich das sparen und einen Standard-WR nehmen. Die paar Euro mehr Netzeinspeisung bringen dir deutlich mehr als die "Flexibilität".


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