Hallo zusammen,
ich betreibe seit 3 Jahren eine 12 kWp Anlage mit Batteriespeicher und plane jetzt den Umbau zur Hybridanlage. Parallel überlege ich, ein Balkonkraftwerk (600W) zu ergänzen und beide Systeme intelligent zu koppeln.
Meine Frage: Macht es Sinn, hier Shelly EM oder einen klassischen Smartmeter einzusetzen, um die Eigenverbrauchsoptimierung zu automatisieren? Konkret geht es mir darum, dass das Balkonkraftwerk bei Überschussladung der Batterie abregelt oder bei Nachfrage zuschaltet – ähnlich wie Nulleinspeisung, nur eben invers.
Ich habe mit Shelly noch nie gearbeitet, bin aber offen für moderne Lösungen. Gleichzeitig frage ich mich, ob ein Smartmeter nicht die robustere Lösung ist, gerade weil ich eh bereits einen Wechselrichter mit Energiemanagement habe.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Welche Hardware spricht für welchen Ansatz? Und vor allem: Wie komplex wird das Ganze wirklich in der Praxis?
Hallo Stefan,
interessante Frage! Ich bin gerade wieder am Einsteigen und versuche die aktuellen Möglichkeiten zu verstehen. Aus deinen Erfahrungsberichten hier im Forum habe ich mitgenommen, dass intelligente Steuerung immer wichtiger wird. Bei deiner Hybridanlage mit Batteriespeicher – nutzt du da bereits eine zentrale Verwaltung oder steckt alles noch in unterschiedlichen Systemen?
Mich würde interessieren, ob Shelly da wirklich eine saubere Lösung darstellt oder ob man da am Ende vier verschiedene Apps offen hat. Ich kenne aus älteren Zeiten noch die klassischen Smartmeter-Implementierungen, aber die waren teilweise furchtbar komplex zu installieren.
Vielleicht beschreibst du mal den aktuellen Aufbau – dann kann ich besser verstehen, wo da die Lücke ist, die du schließen möchtest.
Stefan, das ist eine gute Ausgangslage, die du hast. Aus meiner Sicht würde ich hier zur klassischen Smartmeter-Lösung greifen – das ist bewährte Elektrotechnik und funktioniert zuverlässig. Die Shelly-Geräte sind nett für Hobby-Enthusiasten, aber wenn du eine stabile Hybridanlage mit Speicher hast, sollte die Kommunikation über standardisierte Schnittstellen laufen.
Der Vorteil: Dein Wechselrichter kann dann direkt vom Smartmeter auslesen und reagiert Hardware-seitig, nicht softwarebasiert. Das ist deutlich stabiler als eine Cloud-Lösung, die ständig neu synchronisieren muss. Ich kenne das noch aus der Zeit, bevor die modernen Wechselrichter alles integriert hatten – da waren Zwischenlösungen oft ein Albtraum.