Hallo zusammen,
ich plane gerade meine PV-Anlage für mein Einfamilienhaus und stehe vor einer Entscheidung. Meine verfügbare Dachfläche ist ziemlich begrenzt - etwa 45 qm nach Abzug von Schornstein, Dachfenstern etc.
Mein Installateur hat mir zwei Varianten vorgeschlagen:
1. 12 Module mit je 600W = 7,2 kWp
2. 18 Module mit je 400W = 7,2 kWp
Beide Varianten kommen auf die gleiche Gesamtleistung, aber bei den 600W-Modulen hätte ich noch etwas Platz übrig. Andererseits sind die XXL-Module deutlich teurer pro Stück.
Mein Jahresverbrauch liegt bei etwa 4.500 kWh, dazu kommt ab nächstem Jahr eine Klimaanlage (bei den heißen Sommern mittlerweile fast Pflicht). Die möchte ich gerne tagsüber über Solar betreiben.
Was würdet ihr empfehlen? Sind die 600W-Module ihren Aufpreis wert, oder sollte ich lieber bei bewährten kleineren Modulen bleiben? Gibt es andere Aspekte, die ich bedenken sollte?
Vielen Dank schon mal!
Aus technischer Sicht kommt's auf den Wechselrichter an. 600W-Module haben andere Spannungscharakteristika als 400W-Module. Check mal die MPP-Bereiche deines WR.
Ansonsten: Bei gleicher kWp-Zahl ist der Ertrag praktisch identisch. Die Frage ist eher wirtschaftlich. 600W-Module kosten pro Watt meist 10-15% mehr, dafür sparst du bei der Unterkonstruktion und Verkabelung.
Bei 45 qm würde ich ehrlich gesagt versuchen, mehr als 7,2 kWp unterzubringen. Mit Klimaanlage brauchst du im Sommer richtig Power. Vielleicht doch nochmal mit'm Planer schauen?
Also ich seh das anders. Bei begrenzter Dachfläche sind die 600W-Module schon sinnvoll. Klar, kosten sie mehr, aber du bekommst halt mehr Leistung auf weniger Platz.
Das mit dem Ausfall ist theoretisch richtig, aber in der Praxis passiert das sehr selten. Moderne Module sind ziemlich zuverlässig. Und wenn du noch Platz hast, könntest du ja später noch 1-2 Module ergänzen.
Für die Klimaanlage im Sommer ist jedes Watt Gold wert. Ich würd die 600er nehmen und den Platz für spätere Erweiterung freihalten.
Ich hab bei meiner Anlage auch vor dieser Entscheidung gestanden und mich für die kleineren Module entschieden. Bei begrenzter Dachfläche sind die 600W-Module theoretisch attraktiv, aber in der Praxis gibt's ein paar Nachteile.
Erstens: Wenn ein XXL-Modul ausfällt, verlierst du gleich 600W statt nur 400W. Das kann besonders im Sommer bei der Klimaanlage problematisch werden. Zweitens sind die großen Module schwerer zu handhaben, falls mal was getauscht werden muss.
Bei deinem Verbrauch von 4.500 kWh plus Klima würde ich eher schauen, ob du nicht doch irgendwo noch 2-3 Module mehr unterbringst. Hier hab ich mal gerechnet, wie viel Power ne Klima wirklich braucht - ist mehr als man denkt.
Meine Erfahrung: Nimm die 400W-Module. Sind bewährt, günstiger und bei Problemen einfacher zu handhaben.
Für 4.500 kWh + Klima sind 7,2 kWp eigentlich zu wenig. Ich hab ähnlichen Verbrauch und bin bei 9,8 kWp gelandet. Schau lieber, ob du nicht doch mehr Fläche nutzen kannst - auch Ost/West-Ausrichtung bringt was.