Hallo zusammen,
ich beschäftige mich schon lange mit meiner 12-kW-Anlage und habe da eine Frage, die mir immer wieder begegnet: Was ist denn eigentlich der praktische Unterschied zwischen einem Hybrid- und einem Netzwechselrichter?
Ich lese überall, dass Hybrid-Wechselrichter mit Speichern zusammenarbeiten können und Netzwechselrichter nur für Einspeeisung zuständig sind. Aber ehrlich gesagt, verstehe ich nicht so richtig, wie das konkret funktioniert. Arbeitet der Netzwechselrichter wirklich überhaupt nicht mit einem Speicher zusammen? Und wenn ich später einen Speicher nachrüsten will – muss ich dann gleich den ganzen Wechselrichter tauschen?
Außerdem: Im Sommer produziere ich ja massiv Strom. Macht es Sinn, schon jetzt auf einen Hybrid-Wechselrichter zu rüsten, auch wenn ich noch keinen Speicher habe? Oder kann ich da auch abwarten?
Wäre schön, wenn mir das jemand auf verständliche Weise erklären könnte – ohne zu viel Technik-Kauderwelsch.
Viele Grüße,
Manfred
Hi Manfred, gute Frage! Also kurz gesagt: Ein reiner Netzwechselrichter wandelt deine Gleichspannung vom Dach nur in Wechselspannung um und schickt alles ins Netz. Der Hybrid-Wechselrichter kann zusätzlich eine Batterie laden und entladen – also auch Strom speichern und später wieder einspeisen.
Wenn du jetzt noch keinen Speicher hast, brauchst du keinen Hybrid. Für eine Nachrüstung später hast du dann zwei Optionen: Entweder den Wechselrichter austauschen (teuer) oder einen AC-gekoppelten Speicher hinzufügen (der hat seinen eigenen Wechselrichter). Das ist oft günstiger und unkomplizierter.
Im Sommer spielt das für die Entscheidung ehrlich gesagt keine große Rolle – da speichern lohnt sich sowieso kaum. Warte auf Herbst/Winter, wenn du deine Verbräuche besser sehen kannst!
Manfred, ich möchte hier ehrlich meine Skepsis loswerden: Die ganzen Hybrid-Wechselrichter werden oft als "zukunftssicher" verkauft, aber ob das wirtschaftlich sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Bei dir seit 2019 mit 12 kW – da verdienst du noch gut mit der alten Einspeisevergütung. Ein Speicher würde sich erst bei deutlich besseren Einsparungen rechnen.
Und praktisch: Ein AC-gekoppelter Speicher lässt dir später viel mehr Freiheit. Du kannst problemlos upgraden, ohne den ganzen Wechselrichter zu ersetzen. Das ist meine klare Empfehlung aus technischer Sicht.
Hey Manfred, danke für die Frage! Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation wie du – will mein E-Auto mit Solarstrom laden und überlege auch wegen Speicher.
Nach meinen Recherchen macht ein Hybrid-Wechselrichter vor allem dann Sinn, wenn man den Speicher von Anfang an einplant. Bei dir, wo die Anlage ja schon läuft seit 2019, würde ich eher zu AC-gekoppelt tendieren. Das ist flexibler und du kannst später noch wählen, welchen Speicher und welchen Hersteller du nimmst.
Frag mich übrigens: Wie sieht denn dein aktueller Eigenverbrauch im Sommer aus? Bei dir wird ja so viel produziert – lohnt sich da überhaupt noch ein Speicher? Oder geht fast alles ins Netz?