Hallo zusammen,
ich plane gerade meine 12 kWp-Anlage mit Speicher und möchte das Ganze auch ins Smart Home integrieren. Dabei bin ich aber ziemlich unsicher geworden, was Sprachassistenten angeht.
Mein Plan war eigentlich, Alexa oder Google Home zu nutzen, um die Speicherladung abzufragen oder die Eigenerzeugung zu überwachen – einfach bequem per Sprache. Aber je mehr ich recherchiere, desto mehr frage ich mich: Welche Daten landen da eigentlich beim jeweiligen Anbieter? Amazon und Google speichern ja ohnehin schon ziemlich viel. Brauche ich wirklich einen zusätzlichen Cloud-Account für meinen Wechselrichter und den Speicher, wenn ich Alexa nutzen möchte?
Mich interessiert vor allem, ob es Alternativen gibt – also Lösungen, die lokal laufen und nicht jede Abfrage zur Cloud schicken. Ich bin Pensionär und nicht mehr der Jüngste, aber ich möchte die Kontrolle über meine Daten behalten. Hat jemand Erfahrung damit gemacht?
Danke für eure Tipps!
Gute Frage, Dieter! Das ist genau das Dilemma, das ich in meinem früheren Thread zur Fernsicht aufgezeigt habe – sobald du einen Cloud-Service nutzt, fließen Daten ab. Bei Alexa und Google Home ist es noch schlimmer, weil die grundsätzlich alles aufzeichnen.
Für deine 12 kWp würde ich dir ehrlich zu Home Assistant raten. Das läuft lokal auf einem Raspberry Pi oder NAS, braucht keine Cloud und du kannst deine Wechselrichter-API direkt einbinden. Mit lokalen Sprachsteuerung via Rhasspy kommst du völlig ohne Amazon und Google aus. Ja, es erfordert mehr Setup-Aufwand, aber du hast volle Kontrolle – und das sollte dir als Pensionär mit Speicher und 12 kWp definitiv was wert sein. Sieh dir dazu meinen älteren Beitrag an – da hab ich mehr Details zu den Datenflüssen.
Als Ingenieur muss ich hier auch die Praktikabilität nennen: Lokale Sprachsteuerung ist schick, braucht aber regelmäßige Wartung und Aktualisierungen, die Alexa-Nutzer nicht haben. Wenn du die Sicherheit maximieren willst, könntest du auch einen Mittelweg gehen – Alexa nur für unkritische Geräte nutzen (Lichter, Musik) und für die Speicher- und Erzeugungs-Daten ein separates Dashboard ohne Cloud-Anbindung aufbauen. Das ist ehrlich der realistischere Weg für die meisten Leute.