Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, wie man eine smarte Wallbox sinnvoll an den PV-Überschuss koppelt. Das klingt einfach, aber wenn ich mir verschiedene Simulationen anschaue, wird schnell klar: die Steuerungslogik ist entscheidend.
Mein Problem: Ich finde unterschiedliche Ansätze in diversen Kalkulationstools. Der eine sagt, man sollte nur ab 2kW Überschuss laden, der andere meint 3kW, wieder andere nutzen gleitende Schwellwerte. Und dann kommt noch dazu, dass im Juli natürlich die Erzeugung tagsüber oft sehr hoch ist, aber die Frage bleibt: Wie viel Puffer für Haushaltsgeräte einplanen?
Auch interessiert mich: Wie berücksichtigt ihr den Wechselrichter bei der Berechnung? Hat jemand eine gute Methode, wie man das in einer Wirtschaftlichkeitsrechnung abbildet? Gibt es Tools, die das realistisch simulieren?
Freue mich auf euer Feedback!
Super Thema! Ich plane gerade auch meine erste Hybridanlage und habe genau diese Frage. Bin aber noch bei der Wechselrichter-Auswahl – gibt es da schon Modelle, die eine richtig intelligente Schnittstelle zur Wallbox haben, oder muss man da nachträglich über Home Assistant o.ä. regeln?
Das ist eine wichtige Frage, aber ich muss ehrlich sagen: viele der verbreiteten "Standardwerte" von 2-3 kW sind meiner Erfahrung nach zu pauschal. Man muss tatsächlich zwischen Netto-Überschuss und den Gesamtvorgängen unterscheiden. Der Wechselrichter selbst verbraucht Energie für Umwandlung, und dann kommen noch Spitzenlastsituationen im Haushalt dazu. Ich würde eher dynamisch arbeiten: Messwert minus 500W Sicherheitspuffer als Basis. Welche Tools hast du denn bereits durchgerechnet? Vielleicht lohnt sich auch ein Blick auf die echten Jahresvergleiche statt nur Juli-Szenarien.
Ich habe das bei meiner Hybrid-Anlage ähnlich geplant – das war auch eine der ersten Entscheidungen. Was ich gelernt habe: Der Schwellwert sollte nicht starr sein. Im Sommer wie jetzt brauchst du oft gar keinen hohen Threshold, aber die Ladegeschwindigkeit ist dann auch nicht das Bottleneck. Ich fahre mit 1,5 kW Mindestschwelle und lasse dann die Wallbox dynamisch nachregeln. Das spart Umschaltzyklen und ist effizienter. Die Berechnung für die Amortisation ist dadurch aber auch komplexer – hast du das bereits in deine Wirtschaftlichkeitsrechnung eingeflossen?