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Smart Home und PV: Welche meiner Daten fließen wo hin?

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T.Hoffmann50
Beiträge: 4
Themenstarter
(@t-hoffmann50)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#133]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einem guten halben Jahr intensiver mit der Vernetzung meiner PV-Anlage mit dem Smart Home. Läuft soweit ganz gut – Warmwasser, Waschmaschine und die neue Klimaanlage (gerade bei dieser Sommerhitze unentbehrlich...) werden automatisch gesteuert wenn genug Überschuss da ist.

Jetzt macht mir aber ein Freund Sorgen, der meinte, dass die ganzen Hersteller meiner Steuerungsgeräte eigentlich recht genau wissen wollen, was bei mir zuhause passiert. Er sprach von Nutzungsprofilen, die über die Cloud erstellt werden, und davon dass man anhand von Verbrauchsdaten ziemlich gut rekonstruieren kann wann jemand zuhause ist, wann man schläft, wann man kocht usw.

Ich hab das ehrlich gesagt bisher nicht so auf dem Schirm gehabt. Nutze aktuell eine Mischung aus verschiedenen Systemen – unter anderem Shelly-Steckdosen und einen Wechselrichter der über eine Hersteller-App eingebunden ist. Dazu kommt jetzt noch die Klimaanlage mit eigenem App-Zugang.

Meine Fragen:
- Welche Daten werden da tatsächlich erhoben?
- Gibt es Möglichkeiten das einzuschränken, ohne die Automatisierungen zu verlieren?
- Sind manche Systeme von Haus aus datenschutzfreundlicher als andere?

Und: Wie handhabt ihr das? Macht euch das überhaupt Sorgen oder sehe ich das zu eng?

Bin gespannt auf eure Meinungen.


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2 Antworten
SolarRentner67
Beiträge: 7
(@solarrentner67)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Als jemand der noch die Zeit erlebt hat wo man froh war wenn der Fernseher zuverlässig lief, finde ich das mit den vernetzten Geräten schon manchmal befremdlich. Bei mir im Haus läuft inzwischen auch einiges automatisch – Warmwasser und so – und ich hab mich damals beim Einrichten von meinem Sohn beraten lassen.

Er hat mir erklärt dass man bei manchen Systemen wählen kann ob die Daten in eine Cloud gehen oder nicht. Das hab ich soweit möglich abgestellt. Ob das wirklich funktioniert wie versprochen weiß ich nicht – da muss ich einfach vertrauen.

Was ich aber sagen kann: Die Frage ist berechtigt. Früher wusste niemand wann ich meine Waschmaschine anmache. Warum soll das heute ein amerikanisches oder chinesisches Unternehmen wissen? Das leuchtet mir grundsätzlich nicht ein, auch wenn der Komfort gut ist.


Antwort
Werner-Schmidt85
Beiträge: 5
(@werner-schmidt85)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das ist ein Thema das mich auch beschäftigt hat, als ich mich intensiver mit der Ausrichtung und Optimierung meiner Anlage befasst habe – da kommt man ja zwangsläufig auf Monitoring-Apps und Cloud-Anbindungen. Ich hatte das damals schon in diesem Thread zur Anlagenoptimierung am Rande erwähnt.

Zur Sache: Dein Freund hat nicht Unrecht. Energieverbrauchsdaten sind tatsächlich sehr aufschlussreich. Aus dem Lastprofil lässt sich relativ präzise ableiten wann jemand aufsteht, ob man abends zuhause ist, usw. Das ist keine Paranoia sondern gut dokumentiert.

Bei Shelly hast du zum Glück gute Optionen: Du kannst Shelly-Geräte vollständig lokal betreiben, ohne Cloud-Zugriff. Einfach in den Geräteeinstellungen 'Cloud deaktivieren' und stattdessen über die lokale REST-API oder MQTT steuern. Dann bleibt alles im Heimnetz.

Den Wechselrichter-Hersteller kannst du leider meistens nicht so einfach abklemmen – da läuft oft die Garantie oder Fernwartung drüber. Aber zumindest die Steckdosen und Klimaanlage würde ich lokal betreiben wenn möglich. Für die Klimaanlage gibts oft Integrationen über IR-Blaster die komplett offline funktionieren.

Grundprinzip: Möglichst wenig nach außen, möglichst viel lokal abhandeln.


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