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Speicher-Effizienz im Winter - sind die Herstellerangaben überhaupt realistisch?

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Thorsten92
Beiträge: 1
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(@thorsten92)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#52]

Moin zusammen,

jetzt wo das Winterhalbjahr rum ist und ich meine erste vollständige Energiebilanz mit dem neuen Speicher ziehen kann, bin ich ehrlich gesagt ziemlich ernüchtert. Der Hersteller wirbt mit 95% Wirkungsgrad, aber wenn ich die realen Daten aus dem Winter anschaue, komme ich auf maximal 85%. Besonders im Dezember und Januar war's katastrophal.

Mich würde mal interessieren, ob das bei euch auch so ist oder ob ich vielleicht was falsch mache. Mein 10 kWh System läuft seit September letzten Jahres, Temperatur im Keller schwankt zwischen 8-15 Grad. Die Wallbox-Kopplung funktioniert zwar, aber gerade wenn der Speicher schon teilentladen ist und dann noch das E-Auto drangehängt wird, bricht die Effizienz komplett ein.

Sind diese Werbe-Wirkungsgrade einfach Laborbedingungen, die in der Realität nie erreicht werden? Oder liegt's an der Kälte, am Alter des Systems oder vielleicht sogar an der Wallbox-Integration? Würde mich echt interessieren, was ihr für reale Werte habt - ohne Schönfärberei bitte.


1 Antwort
Hermann K.
Beiträge: 6
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(@eegexperte68)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hallo,

deine Beobachtung entspricht leider der Realität, mit der viele von uns konfrontiert sind. Die Herstellerangaben beziehen sich tatsächlich auf optimale Laborbedingungen - meist bei 25°C und ohne Berücksichtigung von Standby-Verlusten oder Wandlungsverlusten bei unterschiedlichen Lastprofilen.

Bei Temperaturen unter 10°C sinkt die Effizienz der meisten Lithium-Speicher merklich ab. Dazu kommen noch die Verluste durch die Wallbox-Integration, da hier zusätzliche Wandlungsstufen im Spiel sind. Wenn der Speicher bereits teilentladen ist und dann noch hohe Ströme für die Wallbox bereitstellen muss, arbeitet das System außerhalb seines optimalen Bereichs.

Meine Anlage zeigt ähnliche Werte - im Sommer komme ich auf etwa 90-92%, im Winter eher auf 82-86%. Das ist völlig normal, auch wenn es ärgerlich ist. Die EEG-Vergütung für eingespeisten Strom ist ja auch nicht gerade üppig, da ärgert man sich über jeden verschenkten Prozentpunkt.

Wichtig für die steuerliche Betrachtung: Diese realen Verluste kannst du bei der Gewinnermittlung entsprechend ansetzen.


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