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Speicher im Winter: Warum die Leistung oft enttäuscht

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H.Bergmann
Beiträge: 9
Themenstarter
(@h-bergmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#150]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einiger Zeit intensiv mit der Optimierung meiner PV-Anlage und bin dabei auf eine interessante Problematik gestoßen, die ich gerne mit euch diskutieren möchte.

Bei meinen Berechnungen zu verschiedenen Wechselrichter-Konfigurationen – insbesondere zum Vergleich zwischen String-Wechselrichtern und Lösungen mit Leistungsoptimierern – bin ich auf die Frage gestoßen, wie sich Stromspeicher über die Jahreszeiten hinweg verhalten. Viele Hersteller geben ja Speicherkapazitäten und Entladeeffizienzen an, aber gerade im Winter scheinen diese Werte oft nicht zu stimmen.

Meine Frage: Liegt das primär an den physikalischen Eigenschaften der Batterien bei niedrigen Temperaturen, oder spielen auch die Regelstrategien der Hybridwechselrichter eine Rolle? Ich bin besonders interessiert, wie man als Planer solche saisonalen Schwankungen realistisch in die Dimensionierung einkalkuliert – ohne dabei zu pessimistisch zu rechnen.

Hat jemand von euch konkrete Messdaten aus einem ganzen Jahr, die diese Winterverluste dokumentieren? Würde mich freuen, von euren Erfahrungen zu hören.

Viele Grüße,
H.Bergmann


2 Antworten
Lukas W.
Beiträge: 1
(@l-weber56)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hi H.Bergmann, gute Frage! Also bei meiner geplanten Anlage hab ich das auch überlegt. Soweit ich das bisher verstanden habe, spielen tatsächlich zwei Dinge zusammen: Die Batterien selbst haben bei Kälte höhere innere Widerstände, wodurch weniger Energie rauskommt. Aber auch der Wechselrichter muss dann mehr arbeiten, um die gleiche Leistung zu liefern. Hast du schon mit Simulationssoftware wie PVsyst gerechnet? Da könnte man ja unterschiedliche Szenarien durchspielen. Mich würde auch interessieren, wie stark der Unterschied in der Praxis ist – ob wir da von 10% oder 30% Verlust sprechen.


Antwort
Werner-Schmidt
Beiträge: 8
(@werner-schmidt)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das ist eine wichtige Beobachtung. Aus meinen Analysen zum Thema Speicher-Wirtschaftlichkeit heraus kann ich bestätigen: Die Hersteller geben tatsächlich häufig optimistische Werte an. Bei LiFePO4-Systemen liegen die Entladeleistungen im Winter oft 15-25% unter den Nennangaben. Der Grund ist tatsächlich die Temperaturabhängigkeit der chemischen Reaktionen in der Zelle.

Bei der Dimensionierung würde ich empfehlen, eine Wintertemperatur von durchschnittlich 5°C anzusetzen statt der üblichen Laborwerte bei 25°C. Auch die Regelstrategie des Hybrid-Wechselrichters ist entscheidend – manche Geräte drosseln die Ladeleistung bei Kälte automatisch, was die Nutzbarkeit weiter senkt. Das hatte ich auch bei meinen Rentabilitätsberechnungen berücksichtigen müssen. Ein realistisches Modell sollte diese Saisonalität explizit abbilden.


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