Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein 8kWp-System zu planen, und sitze bei der Dienstleister-Auswahl ein bisschen fest. Es gibt da einen kleineren Betrieb aus meiner Stadt, der mir ein Angebot gemacht hat – sympathische Jungs, kennen die lokale Situation mit Dachneigung und Verschattung. Andererseits habe ich auch Anfragen bei zwei größeren Unternehmen gestellt, die bundesweit tätig sind und mit Systemgarantien und digitalem Monitoring locken.
Mein Problem: Der kleine Betrieb ist günstiger, aber ich weiß nicht, ob die langfristig noch existieren, wenn in 5 Jahren was schiefgeht. Die Großen sind teurer, versprechen aber mehr "Sicherheit". Gleichzeitig lese ich überall, dass große Unternehmen oft mit Subunternehmern arbeiten – da frage ich mich, wo ist der echte Unterschied?
Wie habt ihr das entschieden? Gibt es konkrete Punkte, auf die ich achten sollte, um die richtige Wahl zu treffen? Und spielt die Größe des Betriebs wirklich eine Rolle für die Qualität der Montage?
Sehr wichtig, dass du nachfragst, wie der Betrieb mit Smart Home Integration umgeht – auch wenn du das jetzt nicht brauchst. Ich bin beruflich in IT und möchte später meine PV optimal mit meinem Smart Home System verbinden. Ein guter Dienstleister sollte schon bei der Erstinstallation die Infrastruktur (Kabel, Monitoringanbindung) so legen, dass Erweiterungen später möglich sind ohne Umbau. Ich würde den lokalen Betrieb direkt fragen, ob sie da Erfahrung haben und wie sie das handhaben.
Das ist eine gute Frage. Meine Erfahrung: Es kommt weniger auf die Firmengröße an, sondern darauf, dass die Leute kompetent sind und Zeit für die richtige Planung nehmen. Bei meiner Recherche für mein System habe ich gemerkt, dass die großen Anbieter zwar professionelle Prozesse haben, aber oft unter Druck arbeiten und Sonderfälle weniger flexibel handhaben können.
Was ich konkret prüfen würde: Referenzen in deiner Region ansehen (nicht einfach glauben, sondern anrufen!), Gewährleistungsregelungen genau im Vertrag lesen, und vor allem: Wie wird das Monitoring gelöst? Bei den kleineren Betrieben musst du einfach nachfragen, ob sie langfristig Support bieten oder ob du dann alleine dastehst. Für 8kWp würde ich auch einen Stromspeicher später noch realistisch einplanen – die besseren Betriebe können dir da schon beim Wechselrichter die richtige Vorbereitung mitgeben.
Danke für die bisherigen Antworten! Das hilft mir schon weiter. Eine Frage dazu: Wenn ich mit den Online-Rechnern kalkuliert habe, zeigt sich bei mir ein potenzieller Ertrag von ca. 8000-9000 kWh im Jahr. Sollte ich diese Zahl dem Anbieter zur Überprüfung vorlegen, egal ob groß oder klein, damit ich weiß, ob die das realistisch einschätzen können?
Vorsicht: Große Unternehmen sind nicht automatisch besser. Ich habe in meinem früheren Thread zur Nulleinspeisung genau hingeschaut, wie verschiedene Anbieter rechnen – und da gibt es erhebliche Unterschiede. Meine Empfehlung: Lass dir von beiden Seiten den kompletten Leistungsumfang schriftlich geben, nicht nur Preis und Garantie. Frag nach: Wer montiert wirklich? Subunternehmer ja oder nein? Wer ist dein Ansprechpartner nach der Inbetriebnahme?
Bei kleinen Betrieben hast du oft einen direkten Kontakt, bei großen musst du durch die Kundenhotline. Das kann ein Vorteil oder Nachteil sein. Achte darauf, dass der Vertrag nicht zu einseitig ist – manche Firmen versuchen, sich da abzusichern.