Hallo zusammen,
ich lese hier schon länger mit, jetzt habe ich selbst mal ein Thema aus dem Bereich Dienstleister. Bei einer PV-Anlage, die ich vor einiger Zeit mit aufgebaut habe, gibt es seit Wochen Probleme mit der Ausführung an mehreren Stellen: Kabelwege nicht sauber, eine Anschlussdose hat Feuchtigkeit gezogen und bei der Dokumentation fehlen aus meiner Sicht ein paar Dinge, die eigentlich mit übergeben werden müssten. Technisch ist das für mich alles nachvollziehbar, aber der Installateur stellt sich bei Nachbesserung und Gewährleistung ziemlich quer.
Ich komme selbst aus der Elektroinstallation und mache PV seit rund 8 Jahren, also ich will da nicht wegen jeder Kleinigkeit mit dem Hammer kommen. Aber irgendwann ist auch gut, zumal wir jetzt im September schon Richtung Herbst gehen und ich ungern mit offenen Punkten in die nassere Jahreszeit reinlaufe. Mich interessiert vor allem, wie ihr das in der Praxis angeht, wenn der Betrieb erst freundlich ist, dann aber auf Mails nur ausweichend reagiert oder sagt, das sei kein Mangel.
Schriftlich Frist setzen ist klar. Aber was hat bei euch wirklich geholfen: nochmal sachlich mit Fotos und Protokoll, Einschreiben, direkt über die Geschäftsleitung, oder gleich über einen Anwalt? Und wie trennt ihr sauber zwischen Garantie, Gewährleistung und normaler Kulanz, ohne dass man sich in der Diskussion verrennt?
Wäre für ein paar praxisnahe Erfahrungen dankbar.
Bei mir hat ein freundlich, aber sehr konkretes Schreiben geholfen. Nicht diskutieren, sondern Mangel benennen, Frist setzen, und dazu schreiben, dass du nach Fristablauf Ersatzvornahme bzw. weitere Schritte prüfst. Garantie und Gewährleistung werden gern vermischt, aber rechtlich ist das eben nicht dasselbe.
Ich würde erst mal alles sauber dokumentieren: Fotos, Datum, was genau nicht passt, und dann schriftlich eine Frist zur Nachbesserung setzen. Bei mir hat das oft schon gereicht, wenn es klar und knapp formuliert war. Wenn der Betrieb dann weiter blockt, hilft nur der nächste Schritt.