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Pfuscher-Installateur: Wo kann ich das offiziell melden?

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Marcus W.
Beiträge: 1
Themenstarter
(@marcus-weber)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#15]

Hallo zusammen,

ich wende mich heute mal mit einem etwas unangenehmen Thema an euch, weil ich nicht genau weiß, wie ich das angehen soll.

Kurze Vorgeschichte: Ein Bekannter hat sich vor ein paar Monaten eine PV-Anlage installieren lassen und ich hab ihm dabei ein bisschen geholfen, die Angebote zu vergleichen. Leider hat er sich für einen Anbieter entschieden, mit dem es jetzt richtig Ärger gibt. Die Anlage wurde zwar fertig montiert, aber es gibt noch offene Mängel – fehlerhafte Verkabelung am Wechselrichter, die Einspeisemessung war wochenlang falsch konfiguriert, und der Dienstleister reagiert auf Mängelanzeigen seit Wochen nicht mehr. Inzwischen hat mein Bekannter schon einen Anwalt eingeschaltet, aber mich interessiert, welche Stellen es darüber hinaus gibt um solche Erfahrungen zu melden.

Ich meine konkret:
- Gibt es eine offizielle Beschwerdestelle für Handwerksbetriebe?
- Kann man sowas bei der Handwerkskammer anzeigen?
- Was ist mit dem Netzbetreiber, wenn die Anlage fehlerhaft ans Netz gegangen ist?
- Gibt es Verbraucherschutzstellen, die speziell bei Energiethemen helfen?

Mir ist bewusst, dass wir hier kein Rechtsberatungsforum sind, aber vielleicht hat jemand praktische Erfahrungen damit gesammelt. Solche schwarzen Schafe schaden ja dem Ruf der ganzen Branche und ich fänd's gut, wenn man die irgendwie auf dem Radar hat.


3 Antworten
Klaus M.
Beiträge: 4
(@klausmueller58)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ergänzend zu Werner-Hoffmann: Ich hatte mal am Rande mit sowas zu tun, nicht direkt mit Pfuschern, aber mit einem Betrieb der plötzlich nicht mehr erreichbar war. Die Verbraucherzentrale war damals überraschend hilfrech – die haben konkret geholfen, einen Mängelrügebrief rechtssicher aufzusetzen, ohne dass man gleich einen teuren Anwalt braucht.

Beim Thema Netzbetreiber würde ich auch nicht zögern anzurufen. Gerade wenn die Einspeisemessung falsch konfiguriert war, kann das zu falschen Einspeisevergütungen führen – und da hat der Netzbetreiber durchaus Interesse, das korrigiert zu bekommen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Rückforderungen kommen, also lieber früh klären.

Was ich aus dem Smart Home Urlaubs-Thread gelernt hab ist, dass ordentliche Dokumentation wirklich alles ist – Fotos, Datum, Schriftverkehr. Das gilt hier genauso. Ohne Belege wird's eng.


Antwort
Werner-Hoffmann
Beiträge: 4
(@werner-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das kenne ich leider aus Erzählungen im Bekanntenkreis, solche Fälle häufen sich gefühlt gerade etwas. Aus meiner langjährigen Erfahrung hier im Forum kann ich sagen: Die Handwerkskammer ist tatsächlich eine der ersten Anlaufstellen, wenn es um handwerkliche Pfuscherei geht. Die führen das Verzeichnis der Innungsbetriebe und können im Wiederholungsfall auch die Zulassung entziehen.

Daneben würde ich folgende Anlaufstellen empfehlen:

1. **Handwerkskammer** des jeweiligen Bezirks – Formlose Beschwerde schriftlich einreichen, am besten mit Dokumentation (Fotos, Schriftverkehr).
2. **Verbraucherzentrale** – Die haben in vielen Bundesländern spezielle Energieberatung und können zumindest orientieren, welche Rechte bestehen.
3. **Netzbetreiber** – Wenn die Anlage fehlerhaft ans Netz gegangen ist, hat der Netzbetreiber tatsächlich ein Eigeninteresse daran, das zu wissen. Einfach dort melden.
4. **Bewertungsportale** – Ich weiß, das klingt banal, aber Google, Trustpilot oder spezialisierte Portale wie GoSolar schützen andere Verbraucher.

Der Anwalt ist auf jeden Fall richtig, gerade wenn Mängelanzeigen ignoriert werden. Ohne schriftliche Dokumentation wird das aber schwierig, das sollte dein Bekannter im Blick behalten.


Antwort
S.Weber
Beiträge: 8
(@s-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Danke für die Zusammenfassung, sehr hilfreich. Ich hatte das Thema Handwerkskammer gar nicht auf dem Schirm – gut zu wissen für den Fall der Fälle.


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