Moin zusammen,
ic bin gerade am überlegen, ob ich mir ein Balkonkraftwerk holen soll oder doch lieber gleich auf eine ordentliche Dachanlage spare. Im Netz lese ich überall, dass sich kleine Module angeblich super schnell amortisieren, aber ich bin da ehrlich gesagt skeptisch.
Meine Situation: Eigenes Haus, südseitige Dachfläche ist vorhanden, aber auch relativ schattig durch Bäume. Balkon mit freiem Südwest-Ausblick wäre eine Alternative. Mein Stromverbrauch liegt bei ca. 3.500 kWh/Jahr, davon verbrauche ich tagsüber vielleicht 40 % (Homeoffice).
Mich interessiert ein ehrlicher Vergleich:
- Was kosten Balkonkraftwerk und Dachanlage wirklich (inkl. Anschluss, Versicherung)?
- Wie viel Eigenverbrauch kann ich realistisch bei meinem Profil erwarten?
- Ab wann rechnet sich welche Variante?
Ich möchte keine Marketing-Versprechen, sondern echte Zahlen. Hat jemand beide Systeme selbst kalkuliert oder installiert?
Hi Thomas,
schön, dich hier zu sehen – war ja eine Weile weg! Zu deiner Frage: Ich hab mich mit Mini-Anlagen inzwischen intensiver auseinandergesetzt.
Bei deinem Setup würde ich ehrlich sagen: Die Dachanlage lohnt sich wahrscheinlich mehr, aber mit der Schattensituation musst du rechnen. Ein Balkonkraftwerk könntest du als Einstieg machen – 400€ Gerät + Montage, dann die Erträge messen und später entscheiden.
Zum Kostenvergleich:
- Balkonkraftwerk (800W): ca. 600–800€ Material, Anschluss selbst oder 300€ Elektriker
- Dachanlage (8 kWp): ca. 12.000–15.000€ inkl. Montage und Netzanbindung
Dein Eigenverbrauch bei 40 % tagsüber ist realistisch bei guter Steuerung. Mit einer 8er-Anlage und deinem Verbrauch: ca. 1.400 kWh Eigenverbrauch/Jahr. Bei Balkon wäre es vielleicht 250–300 kWh.
Die Dachanlage braucht ca. 7–9 Jahre, die Mini eher 5–6 Jahre bei optimalen Bedingungen. Wichtig: Schattengutachten machen!