Hallo zusammen,
als frischgebackener Rentner habe ich endlich Zeit, mich intensiv mit Photovoltaik auseinanderzusetzen. Ich bin fasziniert von der technischen Entwicklung der Solarmodule in den letzten Jahren – die Effizienzsteigerungen sind ja beeindruckend.
Aber jetzt stellt sich mir eine wirtschaftliche Frage, die mir nicht aus dem Kopf geht: Ich lese überall, dass 2026 die Stromspeicher immer günstiger werden und dass ohne Speicher die Wirtschaftlichkeit sinkt. Mein Dach ist nach Süden ausgerichtet, also eigentlich ideal. Mein Stromverbrauch ist als Rentner eher durchschnittlich – tagsüber bin ich viel zu Hause, aber nachts natürlich nicht.
Lohnt sich eine Anlage ohne Speicher für mich überhaupt noch, wenn ich erst 2026 oder 2027 baue? Oder sollte ich von Anfang an einen Speicher einplanen, auch wenn der heute noch teuer ist? Gibt es da Faustregeln, worauf ich achten sollte?
Mich würde auch interessieren, wie sich die Einspeisevergütung entwickelt – kann ich damit rechnen, dass sie weiter sinkt?
Danke für eure Erfahrungen!
Hallo SolarRudi68,
gute Frage und ich verstehe deine Überlegung. Allerdings muss ich hier etwas relativieren: Auch 2026 wird eine Anlage ohne Speicher wirtschaftlich sein – die Einspeisevergütung ist zwar gesunken, aber deine südliche Ausrichtung ist nach wie vor sehr attraktiv.
Das Kernproblem ist oft nicht die fehlende Rentabilität, sondern die Renditeerwartung. Mit Speicher steigt die Eigenverbrauchsquote, ja – aber die Speicherkosten amortisieren sich erst nach 10–12 Jahren. Wenn du planst, die Anlage 20+ Jahre zu betreiben, rechnet sich ein Speicher am Ende. Wenn du aber eher kurzfristiger denkst, ist das nicht zwingend.
Für deine Situation als Rentner mit Präsenz tagsüber rate ich dir: Starten Sie mit einer gut dimensionierten Anlage ohne Speicher. Der Eigenverbrauch ist durch die Tagesnutzung höher als bei berufstätigen Haushalten. In 5–7 Jahren können Sie immer noch nachrüsten, wenn die Speicher deutlich billiger sind – und Sie haben dann Messdaten aus ihrer eigenen Anlage.
Die Module von heute sind übrigens exzellent und werden bis 2026 nicht merklich besser. Warten bringt bei den Modulkosten wenig.
Hallo SolarRudi68,
gute Frage und ich verstehe deine Überlegung. Allerdings muss ich hier etwas relativieren: Auch 2026 wird eine Anlage ohne Speicher wirtschaftlich sein – die Einspeisevergütung ist zwar gesunken, aber deine südliche Ausrichtung ist nach wie vor sehr attraktiv.
Das Kernproblem ist oft nicht die fehlende Rentabilität, sondern die Renditeerwartung. Mit Speicher steigt die Eigenverbrauchsquote, ja – aber die Speicherkosten amortisieren sich erst nach 10–12 Jahren. Wenn du planst, die Anlage 20+ Jahre zu betreiben, rechnet sich ein Speicher am Ende. Wenn du aber eher kurzfristiger denkst, ist das nicht zwingend.
Für deine Situation als Rentner mit Präsenz tagsüber rate ich dir: Starten Sie mit einer gut dimensionierten Anlage ohne Speicher. Der Eigenverbrauch ist durch die Tagesnutzung höher als bei berufstätigen Haushalten. In 5–7 Jahren können Sie immer noch nachrüsten, wenn die Speicher deutlich billiger sind – und Sie haben dann Messdaten aus ihrer eigenen Anlage.
Die Module von heute sind übrigens exzellent und werden bis 2026 nicht merklich besser. Warten bringt bei den Modulkosten wenig.
Da stimme ich teilweise zu, aber ich sehe das anders: Bei meinen Recherchen für meinen eigenen Nord-Dach-Thread habe ich gemerkt, dass die Förderlandschaft sich 2026 deutlich verändert. Es gibt neue KfW-Programme speziell für Anlagen MIT Speicher.
Rudi, deine südliche Ausrichtung ist gold wert – nutze das! Ohne Speicher brauchst du aber mit Eigenverbrauch eher 8–10 Jahre zur Amortisation. MIT Speicher (wenn intelligent geladen) vielleicht 11–13 Jahre, ABER mit deutlich besserer Quote selbst genutzten Stroms. Das Gefühl, weniger abhängig vom Strommarkt zu sein, hat auch einen Wert.
Mein Rat: Informiere dich bis Jahresende genau über die 2026er-Förderrichtlinien. Dann triffst du eine bessere Entscheidung.
Kurz und knapp: Bei dir tagsüber zu Hause? Dann PV ohne Speicher, macht Sinn.