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Hybrid-Ansatz sinnvoll? Teile selbst installieren, Rest vom Fachbetrieb

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Marcus W.
Beiträge: 1
Themenstarter
(@marcus-weber)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#38]

Moin zusammen,

ich beschäftige mich jetzt seit 3 Jahren intensiv mit meiner 9,8 kWp-Anlage und habe viel über Eigenverbrauchsoptimierung gelernt. Dabei bin ich auf eine Frage gestoßen, die mich nicht loslässt: Muss man wirklich alles vom Fachbetrieb machen lassen, oder gibt es einen sinnvollen Mittelweg?

Konkret: Ich könnte mir vorstellen, die DC-seitigen Komponenten (Modulverkabelung, Strangverkabelung zum Wechselrichter) selbst zu verlegen. Das würde Kosten sparen. Die kritischen Punkte – AC-Seite, Netzanschluss, finale Prüfung – würde ich dann vom Fachbetrieb machen lassen.

Ist das eine realistische und sichere Option? Was sind die Kosteneinsparungen realistisch – vielleicht 30-40% der Gesamtinstallation? Und welche versteckten Risiken übersehe ich? Versicherung, Gewährleistung, Garantieverlust bei den Modulen?

Hat jemand sowas ähnliches gemacht oder kennt die rechtlichen Grenzen in Deutschland? Würde mich über ehrliche Erfahrungen freuen – auch wenn sie negativ sind.


2 Antworten
Thomas-Krebs
Beiträge: 5
(@thomas-krebs)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das ist interessant, aber ich sehe da auch ein ROI-Problem, Marcus. Selbst wenn du 40% der Installationskosten sparst – sagen wir 2.000-2.500€ bei ner 10er-Anlage – musst du das gegen mögliche Gewährleistungsverluste rechnen. Moderne Module haben 25-30 Jahre Leistungsgarantie. Wenn ein Modul in Jahr 3 Fehler zeigt und unklar ist, ob Installationsfehler dabei eine Rolle spielten, wird's eng.

Hast du in deinen Eigenverbrauchsberechnungen schonmal quantifiziert, wie sehr Installationsfehler deine Ertragsoptimierung beeinflussen würden? Lose Kontakte in der Verkabelung sind eine häufige Fehlerquelle und kostet dich direkt Ertrag.

Ich würd sagen: Lass installieren, optimiere lieber im Energiemanagementsystem. Dort spart man mittelfristig mehr.


Antwort
T.Hoffmann13
Beiträge: 6
(@t-hoffmann13)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Marcus,

bei mir hat sich über 7 Jahre gezeigt: Finger weg davon. Ich verstehe die Kostenersparnis-Logik, aber die Risiken überwiegen deutlich.

Das Kernproblem ist nicht die DC-Verkabelung selbst – das ist technisch machbar. Das Problem: Wenn später Fehler auftreten, wer haftet? Deine Versicherung? Der Betrieb, der nur prüft? Niemand. Und Modulherstellen können Gewährleistung ablehnen, wenn nicht dokumentiert ist, wer was gemacht hat.

Auch rechtlich: Nach der VAV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) und bestimmten Installationsrichtlinien muss die komplette Installation unter Verantwortung eines Fachbetriebs stehen. Das "Selbermachen mit Prüfung" ist formal oft nicht abgesichert.

Meine ehrliche Einschätzung: 15-20% Kostenersparnis max., aber bei Problemen zahlst du es 3x.

Grüße,
Thomas H.


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