Hallo zusammen,
ich plane derzeit eine Erweiterung meiner 8 kWp-Anlage um einen 10 kWh-Speicher und interessiere mich natürlich für die Wirtschaftlichkeit – also wie das die ROI-Berechnung verändert. Aber vorher muss ich einen seriösen Dienstleister beauftragen.
Bei der Recherche bin ich jetzt auf verschiedene Anforderungen gestoßen und bin etwas verwirrt: Der eine Betrieb wirbt mit seiner speziellen "PV-Fachbetrieb"-Zertifizierung, der andere mit VDE-Mitgliedschaft. Einer hat mir nebenbei erwähnt, dass er als Subunternehmer arbeitet und dessen Versicherung läuft über den Generalunternehmer.
Meine Frage: Welche Zertifikate und Versicherungen muss ein Betrieb WIRKLICH haben? Was ist Pflicht, was ist eher nice-to-have? Und wie prüfe ich das, ohne paranoid zu wirken? Gerade bei Speichersystemen und der Integration ins Smart Home möchte ich nicht später Probleme haben, die dann nicht geklärt sind wegen fehlender Haftung.
Hat da jemand Erfahrung gemacht oder kann mir sagen, was ich konkret verlangen sollte?
Kurz gesagt: Meisterbrief, aktuelle Haftpflicht, fertig. Der Rest ist Deko.
Ich bin gerade selbst auf der Suche nach einem guten Elektrotechniker für meine Neuanlage und habe mich mit dieser Frage auseinandergesetzt. Das Entscheidende aus meiner Sicht: Der Betrieb muss nachweisen können, dass er auch speziell mit modernen Speichersystemen und intelligenten Wechselrichtern (Smart Grid Ready etc.) arbeitet. Eine generische Elektrikerlizenz ist die Grundvoraussetzung, aber für deine Speicher-Integration würde ich gezielt nach Herstellerzertifikaten fragen – also ob der Betrieb von Fronius, BYD oder wem immer du verwendest zertifiziert ist. Das ist kein Nice-to-have, das ist relevant für Gewährleistung und Garantien des Herstellers.
Gute Frage, Thomas. Die Standards sind da tatsächlich nicht immer klar. Was ich aus meinen 10+ Jahren Erfahrung mit verschiedensten Installateuren gelernt habe: Essentiell sind eine gültige Elektrikerlizenz (Meisterbrief oder vergleichbar), aktuelle Betriebshaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckung für PV-Arbeiten (mindestens 5 Mio EUR) und idealerweise Zertifizierung bei der Innung oder Handwerkskammer. VDE-Mitgliedschaft ist ein gutes Zeichen, Pflicht aber nicht. Alle diese Unterlagen solltest du dir VOR Beauftragung zeigen lassen – wer das verweigert, ist raus.