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Lastmanagement vs. Speicher: Welche Maßnahme bringt mehr Rendite?

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SolarRudi68
Beiträge: 4
Themenstarter
(@solarrudi68)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#32]

Hallo zusammen,

ich bin inzwischen seit zwei Jahren Rentner und habe endlich Zeit, mich wirklich intensiv mit meiner geplanten PV-Anlage auseinanderzusetzen. Nach einigen Recherchen bin ich auf zwei Strategien gestoßen, die anscheinend beide den Eigenverbrauch optimieren sollen.

Einmal die klassische Lösung mit einem Stromspeicher (Batterie) und zum anderen diese neueren Systeme mit intelligenter Laststeuerung, wo man Verbraucher wie Waschmaschine oder Warmwasserspeicher automatisch bei Sonnenschein einschaltet.

Im August läuft ja bei mir tagsüber die meiste Zeit die Sonne – da müsste doch eigentlich viel möglich sein. Aber ich frage mich: Welche Lösung macht für mich als Privatperson wirklich wirtschaftlich Sinn? Der Speicher kostet ja erheblich mehr, aber die Laststeuerung klingt auch nicht ganz billig. Hat jemand von euch konkrete Erfahrungen gemacht oder kann mir helfen, das wirtschaftlich zu durchdenken? Worauf sollte ich bei meiner Kalkulation besonders achten?

Danke für eure Tipps!


3 Antworten
Marco K.
Beiträge: 5
(@marco_88)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Aus Sicht der aktuellen EEG-Bestimmungen ein wichtiger Punkt: Die neuen Regelungen zum Eigenverbrauch haben sich 2024 nochmal verschärft. Wer mit Lastmanagement arbeitet, bleibt unter bestimmten Meldepflichten. Speichersysteme ab 100 kWh fallen dagegen unter andere Bestimmungen.

Für Ihre Situation als Privatperson mit bescheidener Größe: Lastmanagement ist nicht nur billiger, sondern auch administrativ unkomplizierter. Ein vernünftiger Warmwasserspeicher mit Zeitsteuerung und evtl. eine Durchlauferhitzer-Schaltung nutzt Ihren Sommer-Ertrag optimal, ohne dass Sie sich mit Battery-Management-Systemen herumschlagen müssen.


Antwort
MarkusKraus
Beiträge: 9
(@markuskraus)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Gute Frage – das ist tatsächlich eine zentrale Entscheidung. Aus meiner Analyse heraus lässt sich das ziemlich klar durchrechnen:

Speicher amortisieren sich derzeit nur, wenn man sehr viel Eigenverbrauch hat (75%+) und lange plant. Bei den aktuellen Speicherpreisen zahlt man für die kWh Speicher deutlich mehr als man durch die Einsparung verdient – selbst mit optimistischen 15-20 Jahren Betrachtung.

Lastmanagement (Warmwasser, Wärmepumpe, Laden) ist deutlich günstiger. Eine Zeitschaltuhr für Boiler kostet 50-200€, smarte Systeme 500-1500€. Das rechnet sich oft schon im ersten Jahr durch die optimierte Eigenverbrauchsquote.

Mein Tipp: Erst mit Lastmanagement starten, Erträge zwei Jahre messen, dann neu bewerten, ob ein Speicher sinnvoll ist. In Ihrem Fall als Rentner mit klassischem Lastprofil wird intelligentes Laden/Heizen wahrscheinlich völlig ausreichen. Siehe auch meine Analyse hier: Wärmepumpe + PV-Kombination


Antwort
Thomas-Kremer32
Beiträge: 6
(@thomas-kremer32)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Also ehrlich gesagt: Viele Leute blenden sich bei Speichern selbst. Die Batteriepreise sind gefallen, ja, aber nicht so schnell wie die Einspeisevergütung auch. Und Lastmanagement-Hype ist oft auch übertrieben – wenn Sie tagsüber alleine zuhause sind, können Sie ja selbst sehen wann die Sonne scheint und den Strom verbrauchen.

Realität: Ohne Wärmepumpe oder großen Warmwasserspeicher bringt Laststeuerung wenig. Mit Speicher zahlen Sie 10.000-15.000€ für vielleicht 300-400€ Einsparung pro Jahr. Rechnung selbst anschauen.


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