Hallo zusammen,
ich plane gerade meine PV-Anlage mit Stromspeicher und möchte dafür auch ein Smart-Home-System aufbauen. Allerdings bin ich da etwas vorsichtig geworden – ich möchte nicht, dass alle meine Verbrauchsdaten irgendwo in der Cloud landen.
Aktuell schaue ich mir verschiedene Dienstleister und Wechselrichter-Speicher-Kombinationen an. Meine Frage: Gibt es Smart-Home-Zentralen, die komplett lokal arbeiten, ohne Cloud-Zwang? Und vor allem: Wie lassen sich die sauber mit modernen Hybrid-Wechselrichtern verknüpfen, ohne dass man da wieder auf Hersteller-Cloud-Lösungen angewiesen ist?
Ich arbeite als Projektmanager und bin eher jemand, der Zeit sparen will – also bitte praktische Erfahrungen statt Theorie. Hat jemand von euch schon so ein Setup realisiert und kann mir sagen, welche Zentrale sich dafür wirklich eignet? Und worauf muss ich bei der Auswahl des Dienstleisters achten?
Danke für eure Tipps!
Home Assistant ist die richtige Wahl, wenn du wirklich lokal bleiben willst.
Du sprichst da einen wichtigen Punkt an. Ich habe mich intensiv mit den Speicherlösungen auseinandergesetzt und kann dir sagen: Wirklich lokal ohne jeden Cloud-Kontakt ist schwierig. Aber es gibt Alternativen.
Home Assistant läuft bei dir daheim auf einem Raspberry Pi oder alter PC – komplett lokal. Das ist weit verbreitet und lässt sich mit vielen Wechselrichtern direkt verbinden (Modbus, MQTT). Bei der Speicher-Dimensionierung würde ich darauf achten, dass der Hersteller offene Schnittstellen anbietet. Fronius und SMA sind da relativ kooperativ, wenn es um lokale Integration geht.
Wichtig: Selbst wenn die Zentrale lokal läuft, muss der Wechselrichter nicht online gehen. Das ist eine Ebene zu viel. Schau dir das Datenblatt genau an – manche Geräte brauchen Cloud nur fürs Firmware-Update.
Interessante Frage – ich sitze ja auch im gleichen Boot mit der Wallbox und dem Energiemanagement. Mein Ansatz: Ich nutze Home Assistant als Zentrale und habe die Wallbox lokal eingebunden, ohne dass die zum Hersteller telefoniert.
Bei der PV-Speicher-Kombination würde ich empfehlen, auf Systeme zu setzen, die Modbus oder MQTT nativ unterstützen. Das spart dir später viel Ärger. SMA und Victron sind da transparent. Welcher Wechselrichter interessiert dich denn konkret? Da kann ich dir vielleicht spezifisch helfen.
Nach 5 Jahren mit meiner Anlage kann ich dir sagen: Die technische Seite ist nicht das Problem, sondern die Kompatibilität. Ich nutze Modbus-TCP zwischen Wechselrichter und Zentrale – funktioniert zuverlässig ohne Internet.
Bei den Kabeln und der Verschaltung musst du aber aufpassen: Eine gut geplante Verkabelung zwischen den Geräten ist wichtig, damit die Datenübertragung stabil läuft. Nicht sparen bei Twisted-Pair-Leitungen für Modbus. Und: Teste vor der Freischaltung, ob alles lokal spricht, ohne dass der Wechselrichter ins Netz muss.