Hallo zusammen,
ich plane gerade meine erste PV-Anlage mit Speicher und stoße dabei immer wieder auf ein Problem, das mich skeptisch macht: Viele Hersteller geben ihre Speicherkapazitäten ohne Einschränkung an, aber in Winterforen lese ich regelmäßig, dass die verfügbare Leistung deutlich sinkt.
Meine Frage: Wie realistisch sind die Herstellerangaben wirklich, wenn es kalt wird? Ich habe gelesen, dass Lithium-Batterien bei niedrigen Temperaturen weniger Strom abgeben können – aber um wie viel prozentual sprechen wir da? 10%, 30% oder noch mehr?
Und noch wichtiger: Wenn ich jetzt im Sommer plane, sollte ich die Speichergröße bewusst größer dimensionieren, um auch im Winter noch ausreichend Reserve zu haben? Oder ist das wirtschaftlich unrentabel?
Ich möchte keine Hochglanzversprechen, sondern ehrliche Zahlen von Leuten, die das im echten Winter durchgemacht haben. Wie habt ihr das gelöst?
Das ist genau der Punkt wo mich die ganze Sache frustriert! Bei meinem Setup habe ich gemerkt: 10-15% Pufferverlust ist normal, aber wenn die Batterie richtig kalt wird, geht noch mehr verloren. Ich denke du solltest mindestens 20-25% Sicherheitsmarge einrechnen bei der Winterplanung, sonst sitzt du im Dez/Jan ohne echte Reserve. Wirtschaftlich? Naja, schwierig zu sagen ohne deine konkreten Zahlen – aber lieber ordentlich dimensionieren statt später zu ärgern.
Hey R.Weissmann, gute Frage! Also bei mir mit der 12 kWp Anlage sehe ich das so: Im Winter sinkt die nutzbare Kapazität tatsächlich spürbar, aber nicht dramatisch, wenn man die Batterie richtig dimensioniert. Bei mir im Keller (beheizt) merke ich etwa 15-20% Leistungsverlust bei strengem Frost. Der Trick ist eigentlich, nicht knapp zu kalkulieren – lieber ein bis zwei kWh Puffer mehr einplanen. In meinem Thread zu Mini-Speichern bin ich auch schon auf dieses Thema eingegangen. Die Standorttemperatur ist entscheidend – unbeheizte Garagen sind kritisch.