Hi Leute,
bin noch ziemlich neu hier und hab da mal eine Frage zu Stromspeichern. Hab seit letztem Jahr eine kleine PV-Anlage auf dem Dach (5,8 kWp) und bisher ohne Speicher. Die Einspeisevergütung ist ja mittlerweile ziemlich mager geworden.
Jetzt wo der Winter vorbei ist und ich die Zahlen vom ganzen Jahr hab, überlege ich ob sich ein Stromspeicher noch nachrüsten lässt. Hab etwa 4800 kWh erzeugt und davon nur ca. 1200 kWh selbst verbraucht. Der Rest ging ins Netz für läppische 8,2 Cent/kWh.
Mein Stromverbrauch liegt bei etwa 3500 kWh im Jahr, größtenteils abends und am Wochenende wenn wir zuhause sind. Tagsüber arbeiten wir beide.
Was meint ihr - lohnt sich da noch ein Speicher? Welche Größe würde passen? Hab gehört dass die Nachrüstung ziemlich teuer werden kann, besonders wenn der Wechselrichter getauscht werden muss.
Freue mich über eure Erfahrungen!
Gruß
Tom
Hi Tom,
deine Zahlen kenne ich gut - bei mir war's ähnlich bevor ich 2019 nachgerüstet hab. Bei deinem Verbrauchsprofil (abends/WE) macht ein Speicher definitiv Sinn, auch wenn die Amortisation länger dauert als bei den aktuellen Neuanlagen.
Rechne mal so: Du kaufst Strom für ~30 Cent und bekommst nur 8,2 Cent Einspeisevergütung. Die Differenz von ~22 Cent ist dein "Gewinn" pro gespeicherter kWh. Bei 3500 kWh Jahresverbrauch würde ich einen 5-7 kWh Speicher empfehlen - größer lohnt bei der Anlagengröße nicht.
Das Problem ist wirklich die Nachrüstung. Falls dein Wechselrichter noch AC-gekoppelt nachrüstbar ist, kommst du mit 6-8.000€ hin. Muss der WR getauscht werden, wird's teuer (10-12k€). Dann amortisiert sich das erst nach 12-15 Jahren.
Lass dir erstmal ein paar Angebote machen und rechne ehrlich durch. Bei den gestiegenen Strompreisen kann es sich trotzdem lohnen, aber die Euphorie von vor paar Jahren ist vorbei.
Welchen Wechselrichter hast du denn verbaut?
Gruß Andreas