Hallo zusammen,
ich bin gerade bei der Planung meiner PV fürs Einfamilienhaus und hänge seit ein paar Tagen an einem Punkt fest, der auf dem Papier simpel klingt: Wirkungsgrad vom Wechselrichter. Überall stehen ja so Sachen wie europäischer Wirkungsgrad, max. Wirkungsgrad, MPP-Wirkungsgrad usw. – aber was davon ist in der Praxis wirklich relevant?
Es geht mir nicht um die letzten Prozent im Datenblatt, sondern darum, ob ich bei der Auswahl auf die richtigen Werte achte. Meine Anlage wird eher klassisch aufs Eigenheim ausgelegt, ohne exotische Sonderlösung. Im September fällt mir auch auf, dass die Erträge morgens und abends schnell abkacken, deshalb frage ich mich, ob gerade im Teillastbereich der Unterschied größer ist als die nackte Maximalzahl.
Mir ist klar, dass auch Auslegung, Temperatur, Standort und Strings eine Rolle spielen. Trotzdem würde ich gern verstehen, worauf ihr beim Vergleich wirklich schaut. Ist der europäische Wirkungsgrad der wichtigste Wert? Oder eher die Kurve bei 10–30 % Last? Lohnt es sich, dafür ein paar Herstellerangaben genauer zu prüfen, oder sind die Unterschiede am Ende im Alltag kaum messbar?
Wäre super, wenn ihr mal aus der Praxis sagt, woran ihr einen guten Wechselrichter festmacht. Danke schon mal!
Ich würde sogar noch einen Schritt zurückgehen: Wenn der WR bei 10-20 % Last sauber arbeitet und nicht ständig zwischen MPPs springt, bringt dir das oft mehr als die letzte Nachkommastelle beim Maximalwirkungsgrad. Gerade im Herbst sieht man das deutlich.
Ich hatte nach längerer Pause auch erst gedacht, ich muss nur die höchste Effizienz nehmen, aber bei meiner Selbstmontage war am Ende die passende Auslegung wichtiger als die Theorie.
Ich würde nicht nur auf den Spitzenwert schauen. Für eine Dachanlage sind der europäische Wirkungsgrad und vor allem das Verhalten bei Teillast meist aussagekräftiger, weil du genau da morgens, abends und im Herbst die meiste Zeit unterwegs bist.
In der Praxis sind 1-2 % Unterschied im Datenblatt oft weniger wichtig als saubere Stringauslegung und niedrige Eigenverbrauchswerte des WR.