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Monitoring-Daten vom Installateur: Transparenz oder Black Box?

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SolarMonitor38
Beiträge: 2
Themenstarter
(@solarmonitor38)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#17]

Moin zusammen,

ich stehe gerade vor der Auswahl eines Installateurs für meine neue 8-kWp-Anlage und habe eine Frage, die mich als Monitoring-Spezialist natürlich besonders interessiert: Wie transparent sind die meisten Installateure eigentlich bei den Überwachungsdaten?

Mein Problem: Viele Angebote versprechen "professionelle Überwachung", aber wenn ich nachfrage, ob ich selbst Zugriff auf die Rohdaten bekomme oder nur auf vorgefilterte Berichte, wird es vage. Einige Installateure arbeiten mit ihren eigenen geschlossenen Systemen, bei denen ich die kompletten Ertragsanalysen nicht selbst auswerten kann. Das ist für mich ein absolutes No-Go, weil ich das Monitoring-Setup später selbst optimieren möchte.

Wichtige Punkte für mich:
- Gibt es Best Practices, wie Datenhoheit bei der Installation geregelt wird?
- Sollte man schon vor der Installation vertraglich festhalten, dass man Zugriff auf die API oder Export-Funktionen bekommt?
- Wie arbeitet ihr damit, wenn der Installateur nicht gerade ein Daten-Enthusiast ist?

Freue mich auf Erfahrungen!

Markus


3 Antworten
Tim-Mueller
Beiträge: 5
(@tim-mueller)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Datenhoheit ist wichtig, aber aus meiner Perspektive kommt noch was anderes dazu: Wenn ich das Smart-Home-System mit der Anlage verknüpfen will, muss der Installateur auch verstehen, wie das technisch funktioniert. Manche Betriebe können ihre Anlage nicht mal an IFTTT oder Home Assistant anbinden, weil sie selber nicht wissen, wie man APIs nutzt.

Ich würde als Kriterium aufnehmen: "Hat der Installateur schon mal eine Anlage mit Smart-Home integriert?" Wenn die Antwort nein ist, würde ich skeptisch werden – das deutet auf mangelnde technische Tiefe hin.


Antwort
Felix_1997
Beiträge: 12
(@felix_1997)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hey Markus, für meine 6-kWp-Planung war das tatsächlich auch ein wichtiges Thema. Ich möchte später ja auch die Speicherladungen steuern und den Eigenverbrauch optimieren, das geht nur, wenn man die Daten hat.

Von den drei Installateuren, die ich mir angesehen habe, war einer definitiv restriktiv – die wollten ein monatliches Monitoring-Abo über ihre eigene Plattform. Dafür dann auch noch 15 Euro im Monat! Der andere war da flexibler und hat gemeint, man kann den Daten-Export monatlich machen. Meine Empfehlung: Frag im Vorstellungsgespräch, ob du auf die Daten zugreifen kannst. Und wenn die ausweichen, ist das oft ein schlechtes Zeichen für die gesamte Zusammenarbeit.


Antwort
T.Weber
Beiträge: 9
(@t-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Guter Punkt, Markus. Bei meinem Balkonkraftwerk bin ich bewusst einen anderen Weg gegangen – statt einen lokalen Installer einzubinden, habe ich selbst ein cloudbasiertes Monitoring-System aufgesetzt. Das kostet zwar etwas Zeit in der Konfiguration, gibt mir aber volle Kontrolle über die Daten.

Bei größeren Anlagen würde ich aber definitiv im Installateur-Vertrag festhalten, dass die Anlage open-source-kompatible Schnittstellen haben muss. Die besseren Handwerksbetriebe arbeiten eh mit Standard-Wechselrichtern (SMA, Fronius, etc.), die alle API-Zugang ermöglichen. Nur beim Proprietären Kram wird's eng. Vielleicht solltest du bei den Angeboten konkret fragen: "Mit welchem Wechselrichter und welchem Monitoring-Backend arbeitet ihr – kann ich die Credentials bekommen?"


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