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Mieterstrom vs. öffentliches Netz: Was ist günstiger?

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Stefan W.
Beiträge: 1
Themenstarter
(@s-weber26)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#48]

Hallo zusammen,

ich bin relativ neu im Thema und hätte gerne eine realistische Einschätzung: Ich lebe zur Miete in einem MFH und überlege, ob ich über ein Mieterstrom-Modell von der PV-Anlage auf dem Dach profitieren könnte. Aktuell zahle ich beim Versorger etwa 32 ct/kWh (Stand August, die Sommerpreise sind ja gerade etwas erträglicher).

Der Verwalter hat mir gesagt, dass die neue Dachanlage fertig wird und Mieter einen Tarif von etwa 28 ct/kWh über Mieterstrom bekommen könnten. Klingt erstmal attraktiv, aber ich frage mich: Gibt es da versteckte Kosten? Wie sicher bin ich vor Preiserhöhungen? Und was passiert, wenn die Anlage mal ausfällt?

Alternativ könnte ich ja auch nur mein ohnehin geplantes Balkonkraftwerk ausbauen und mehr auf Eigenverbrauch setzen. Welche Option bringt langfristig mehr Kostenersparnis – gerade wenn man beruflich viel unterwegs ist wie ich?

Freue mich auf eure praktischen Erfahrungen!

Stefan


2 Antworten
Thomas K.
Beiträge: 5
(@thomas88)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Moin Stefan,

da kann ich was zu sagen – bei mir läuft die 12 kWp-Anlage jetzt 3 Jahre und die Erfahrung zeigt: Mieterstrom ist oft lukrativer *wenn* es rechtlich sauber ist und dein Versorger nicht ständig die Bedingungen ändert. 28 ct/kWh im August ist echt okay, aber frag mal konkret nach:

1. **Preisgarantie**: Wie lange ist der Tarif fixiert? Nach 2 Jahren kann's teuer werden.
2. **Sperrfrist**: Kannst du kündigen, wenn es nicht passt?
3. **Fallback**: Was zahlst du, wenn die Anlage ausfällt – Normalstrom zu 32 ct oder wird's teurer?

Mein Tipp: Ein Balkon-Kraftwerk ist ne gute Basis, aber beim Mieterstrom solltest du die Vertragsdetails wirklich lesen. Viele Mieter übersehen, dass die Betreiberhaftung anders läuft als beim öffentlichen Netz. Aber wenn die Anlage vernünftig dimensioniert ist, amortisiert sich dein Teil schnell – gerade im Sommer, wo du jetzt merkst wie viel ihr kostet.

Mach mich Bescheid, wenn du noch Fragen zum Monitoring hast!


Antwort
TobiasK
Beiträge: 5
(@tobiask)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Stefan, eine wichtige technische Sache: Beim Mieterstrom brauchst du einen **dedizierten Zähler**, der separat abgerechnet wird. Das ist anders als beim öffentlichen Netz. Der Betreiber muss dir monatlich die Verbrauchsdaten transparent zeigen.

Aus technischer Sicht ist dein Setup interessant – wenn die Dachanlage richtig konfiguriert ist (String-Topologie, nicht alles über einen WR laufen), dann funktioniert das zuverlässig. Ich würde dir empfehlen, die Anlage selbst vor Inbetriebnahme zu prüfen: Solarmodule-Qualität, Wechselrichter-Datenblatt checken, ob die Kommunikation zum Zähler über moderne Standards läuft.

Zur Kostenfrage: 28 ct mit Mieterstrom schlägt aktuell die 32 ct, aber langfristig kommt's auf die Wartung und Lebensdauer des Systems an – typisch 20+ Jahre. Interessiert dich, wie man die Effizienz der Module im Sommer monitort?


Antwort
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