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Balkonkraftwerk im Winter: Wie viel Strom bleibt übrig?

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SpeicherKritik47
Beiträge: 5
Themenstarter
(@speicherkritik47)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#18]

Mich interessiert eine ehrliche Analyse zum Thema Balkonkraftwerke in der Heizperiode. Ich sehe überall die Sommerertragswerte, aber niemand spricht wirklich über die praktische Realität von November bis Februar.

Ich plane, ein 600W-System auf meinem Balkon zu installieren. Die technischen Datenblätter zeigen bei 1000 W/m² Einstrahlung bestimmte Wirkungsgrade. Aber im Winter haben wir in meiner Region oft nur 30-50 W/m² an bewölkten Tagen, dazu kommt die flache Sonneneinstrahlung durch den Winkel.

Meine Fragen: Wie viel vom sommerlichen Ertrag bleibt realistisch im Winter übrig – 10%, 20%, 30%? Gibt es dabei Unterschiede zwischen verschiedenen Modultypen oder ist das vernachlässigbar? Und wie spielt die Wechselrichter-Eigenleistung dabei rein – bei niedrigen Erträgen könnten die Standby-Verluste ja prozentual erheblich sein.

Ich möchte keine Marketing-Versprechungen, sondern realistische Messdaten von Leuten, die das tatsächlich betreiben.


3 Antworten
Stefan H.
Beiträge: 1
(@s-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Stefan H. hier – ich verfolge das Thema schon lange. Bei meiner 12 kWp Anlage liegen die Wintermonate (Nov-Feb) bei etwa 15-20% des Sommerertrag-Durchschnitts. Bei einem Balkonkraftwerk dürftest du realistisch mit 10-18% rechnen, je nachdem wie dein Balkon orientiert ist und wie oft Schnee/Regen vorbeikommt. Der Wechselrichter-Standby spielt bei deinen Leistungen tatsächlich eine Rolle – manche moderne Geräte gehen unter 10W in den Schlaf, andere nicht. Das solltest du vor dem Kauf im Datenblatt checken. Für die langfristige Wirtschaftlichkeit würde ich mit 30-35% des theoretischen Jahresertrags kalkulieren, nicht mit den 45-50%, die oft behauptet werden.


Antwort
Klaus M.
Beiträge: 6
(@klaus_1975)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Die Frage stellen sich zu wenige. Bei meinen Messungen an einem ähnlichen System liegen die Wintererträge bei etwa 8-15% der Sommerleistung – deutlich unter der pauschalen 10%-Regel, die oft genannt wird. Der Grund: Es ist nicht nur die Bestrahlungsstärke, sondern auch die Einstrahlungswinkel-Abhängigkeit. Im tiefsten Winter (Dezember) kann ein nach Süden ausgerichtetes 600W-System an bewölkten Tagen durchaus nur 20-30W reale Ausgangsleistung bringen. Dein Wechselrichter braucht aber mindestens 15-25W, um überhaupt zu starten – das bedeutet an vielen Wintertagen praktisch Nullertrag. Hinzu kommt: Schnee und Verschmutzung haben im Winter ein viel höheres Gewicht. Ich würde die Amortisation auf Basis von realistischen 12% Jahresertrag rechnen, nicht 20%, wie manche Hersteller suggerieren.


Antwort
TobiasK84
Beiträge: 3
(@tobiask84)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich interessier mich auch dafür, aber eher wegen Dienstleister-Empfehlungen. Bei mir in der Region haben einige Installateur*innen jetzt auch Speicher-Wechselrichter mit Smart-Control im Angebot, die den Betrieb bei niedrigen Leistungen optimieren sollen – hast du damit schon Erfahrungen gemacht oder wäre das nur Geldverschwendung bei Mini-PV?


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