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Balkonkraftwerk mit Shelly intelligent steuern - echte Praxis-Tipps gefragt

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SolarKlaus_1975
Beiträge: 3
Themenstarter
(@solarklaus_1975)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#22]

Hallo zusammen, ich plane gerade ein Balkonkraftwerk (600W) und möchte es mit meinem Smart Home System vernetzen. Bei mir steht eine Shelly Plus Plug S bereit, die ich gerne als intelligenten Schalter für meine Waschmaschine und den Elektroherd nutzen möchte – so dass diese bevorzugt bei Sonnenschein laufen.

Meine Überlegung: Die Shelly soll den aktuellen Solarertrag vom Balkonkraftwerk über den Smartmeter auslesen und erst dann Geräte zuschalten, wenn genug Eigenstrom vorhanden ist. Das spart mir die Stromrechnung und macht Sinn im Juli, wenn fast täglich Sonne ist.

Meine Fragen:
1. Lohnt sich dieses Setup wirklich wirtschaftlich oder bin ich damit Überoptimierung am Werk?
2. Welche Smartmeter-Modelle sprechen die Shelly ohne großen Aufwand an?
3. Hat jemand Erfahrung mit Verzögerungen gemacht – also dass die Shelly zu langsam reagiert und Solarstrom verschenkt wird?

Ich möchte das nicht zu kompliziert haben, aber auch nicht naiv vorgehen. Eure praktischen Tipps sind willkommen!


2 Antworten
Tim-Mueller
Beiträge: 5
(@tim-mueller)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Klaus, gute Idee, aber ein kleiner Reality-Check: Bei 600W Balkonkraftwerk reicht die Leistung oft nur für einen Verbraucher gleichzeitig. Im Juli mag die Sonne häufig scheinen, aber sobald eine Wolke vorbeizieht, drosselt die Anlage schnell ab. Die Shelly wird dann ständig schalten und wieder abschalten – das kann auf Dauer nervig werden und das Gerät belasten.

Meine 12 kWp-Anlage zeigt mir: Echte Ersparnis bringt intelligente Steuerung erst ab einer gewissen Anlagengröße. Bei Mini-Anlagen würde ich eher schauen, den Grundverbrauch (Kühlschrank, Router) über das Balkonkraftwerk zu decken, statt komplexe Automationen zu bauen.

Welche Verbraucher willst du denn konkret steuern? Das macht bei der Planung einen großen Unterschied.


Antwort
Marcus W.
Beiträge: 1
(@marcus-weber)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Guter Gedanke mit der Shelly! Ich nutze bei meiner 9,8 kWp-Anlage auch Shellys für die Laststeuerung und habe mir ein ähnliches System überlegt.

Zu deinen Fragen konkret:
1. **Wirtschaftlichkeit**: Bei 600W rentiert sich die Steuerung eher über Komfort-Gedanken ("Waschmaschine soll bei Sonne laufen") als über Kostenersparnisse. Die paar Euro Differenz sind gering.
2. **Smartmeter**: Shelly liest z.B. via MQTT oder REST-API. Ich würde einen **Shinebright** oder **eBZ-Meter** empfehlen – sehr Shelly-freundlich. Manche nutzen auch einfach eine FRITZ!DECT-Steckdose zum Messen als Workaround.
3. **Verzögerung**: Die Reaktionszeit liegt bei unter einer Sekunde, das ist für Waschmaschinen okay. Aber Achtung: Der Wechselrichter selbst braucht auch eine Sekunde zum Hochfahren.

Mein Tipp: Probier zuerst mit manuellen Timern aus, dann Automation. Siehe auch mein früherer Thread zur Eigenverbrauchsoptimierung – da hatte ich ähnliche Überlegungen: Wirtschaftlichkeit Eigenverbrauch vs Einspeisung 2026


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