Seite wählen

Speicher Rentabilit...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Speicher Rentabilität bei 28ct/kWh - noch wirtschaftlich?

5 Beiträge
5 Benutzer
0 Reactions
3 Ansichten
Werner-Schmidt
Beiträge: 6
Themenstarter
(@werner-schmidt)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#110]

Hallo zusammen,

stehe gerade vor der Entscheidung, ob ich zu meiner bestehenden 8 kWp Anlage noch einen Stromspeicher nachrüsten soll. Die Anlage läuft seit 2023 und speist derzeit fast alles ins Netz ein.

Bei den aktuellen Strompreisen von etwa 28 ct/kWh und der Einspeisevergütung von 8,2 ct/kWh wäre die Spreizung ja eigentlich groß genug. Aber die Speicherpreise sind immer noch nicht wirklich günstig, auch wenn sie gefallen sind.

Jetzt im Sommer produziere ich tagsüber deutlich mehr als ich verbrauche, besonders wenn wir im Urlaub sind. Aber im Winter sieht das wieder ganz anders aus. Wie rechnet ihr sowas durch?

Hab mal grob überschlagen: 10 kWh Speicher kostet mit Installation etwa 12.000€. Bei 250 Zyklen pro Jahr und 20ct Ersparnis pro kWh wären das 500€ Einsparung jährlich. Das würde sich in 24 Jahren amortisieren - viel zu lang für die Lebensdauer.

Mache ich einen Denkfehler? Wie seht ihr das aktuell bei den Preisen?


4 Antworten
R.Weber
Beiträge: 7
(@r-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Die Rechnung von Werner stimmt in etwa, aber 24 Jahre Amortisation ist halt brutal lang. Bei Speichern rechnet man mit 15-20 Jahren Lebensdauer, da passt das hinten und vorne nicht.

Mein Rat: Erstmal den Eigenverbrauch optimieren ohne Speicher. Waschmaschine, Spülmaschine, Poolpumpe tagsüber laufen lassen. Warmwasser über Heizstab in den Mittagsstunden. Damit holst du schon 10-15% mehr Eigenverbrauch raus, kostet fast nichts.

Speicher erst wenn die Preise unter 800€/kWh fallen oder der Strompreis über 35ct steigt.


Antwort
Thomas-Becker32
Beiträge: 4
(@thomas-becker32)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich sehe das etwas anders. Du musst auch die Preisentwicklung betrachten. Die Strompreise werden mittelfristig eher steigen, während die Einspeisevergütung konstant bleibt. Außerdem gibt es in manchen Regionen noch Förderprogramme für Speicher.

Wichtiger Punkt: Du planst nur mit dem finanziellen Aspekt. Ein Speicher bringt dir auch Versorgungssicherheit bei Stromausfällen und mehr Unabhängigkeit. Das hat durchaus einen Wert.

Mein Tipp: Schau dir erstmal deinen tatsächlichen Verbrauchsverlauf an. Im Thread über Anlagendimensionierung haben wir das schon mal diskutiert. Wenn du abends und nachts viel Strom brauchst, kann sich ein kleinerer 5-7 kWh Speicher schon rechnen.


Antwort
Martin89
Beiträge: 9
(@martin89)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Deine Rechnung ist leider viel zu optimistisch. 250 Vollzyklen pro Jahr schaffst du als normaler Haushalt nie. Realistisch sind eher 150-180 Zyklen, je nach Verbrauchsverhalten. Außerdem musst du den Wirkungsgrad berücksichtigen - du verlierst etwa 10-15% beim Speichern und wieder Entnehmen.

Bei 28ct Strombezug und 8,2ct Einspeisung hast du zwar 19,8ct Spreizung, aber effektiv nur etwa 16-17ct nach Verlusten. Mit 150 Zyklen und 10kWh kommst du auf 1500kWh pro Jahr, das sind maximal 255€ Ersparnis. Bei 12.000€ Investition brauchst du fast 50 Jahre bis zur Amortisation.

Speicher lohnen sich aktuell nur, wenn du sehr hohen Eigenverbrauch hast oder autark werden willst.


Antwort
ThomasK
Beiträge: 4
(@thomask)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Also bei den aktuellen Preisen würde ich noch warten. Die Speicherpreise fallen immer noch, auch wenn langsamer als früher. Vielleicht noch ein Jahr abwarten?

Ich hab letztes Jahr einen 8 kWh Speicher für 9.500€ bekommen, dieses Jahr kosten ähnliche Systeme schon 1.000€ weniger. Die Technik wird auch besser - neuere LFP Zellen haben längere Lebensdauer.

Gerade jetzt im Sommer siehst du ja, dass du massiv einspeist. Aber wie sieht's im Winter aus? Da produzierst du vielleicht nur 20% von dem, was du jetzt hast. Bei uns war das ein echter Augenöffner letzten Winter.


Antwort
Teilen: