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Batterie-Wechselrichter nachrüsten: Was ist zu beachten?

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ThomasKrueger
Beiträge: 7
Themenstarter
(@thomaskrueger)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#156]

Ich plane, meine bestehende 10 kWp Stringanlage mit einem Batteriespeicher und entsprechendem Hybrid-WR nachzurüsten. Die aktuelle Anlage läuft seit 6 Jahren mit einem konventionellen String-Wechselrichter ohne Speicher.

Bei der Planung bin ich auf mehrere Fragen gestoßen, die ich gerne technisch fundiert diskutieren möchte:

1. **DC-seitige Dimensionierung**: Soll der neue Hybrid-WR die gleiche Leistungsklasse haben wie der alte (10 kW AC), oder sollte ich die DC-Seite für den Batteriezyklus neu auslegen? Gibt es kritische Verluste bei Mismatch zwischen Modulfläche und WR-Auslegung?

2. **Altanlage-Integration**: Kann ich den alten WR als reinen Ertragsgenerator parallel zum Hybrid-WR betreiben, oder sind Netzrückkopplungsprobleme zu erwarten? Welche Genehmigungen sind nötig?

3. **Sommerbetrieb**: Im Juli haben wir derzeit Hochleistung. Wie verhalten sich Hybrid-WR bei hohen Temperaturen und gleichzeitigem Speicherladezyklus? Beobachtet jemand Effizienzeinbußen?

Ich suche keine Herstellerempfehlungen, sondern realistische Erfahrungen zu den technischen Fallstricken.


4 Antworten
Thomas-Kreuzer
Beiträge: 3
(@thomas-kreuzer)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich teile deine Skepsis zu den Marketing-Versprechungen bei Hybrid-Systemen. Zur DC-seitigen Dimensionierung: Viele Planer machen da den Fehler, blindlings die alte Stringauslegung beizubehalten. Bei Speichernachrüstung sollte die DC-Seite neu dimensioniert werden – berechnest du anders, wenn du nicht ins Netz einspeisen möchtest, sondern gezielt lädt.

Zum Parallelbetrieb: Technisch machbar, aber regulatorisch zunehmend problematisch. Die Bundesnetzagentur gibt da keinen Segen ohne detaillierte Simulationen. Kostet schnell mehr als ein kompletter Tausch.

Zu 3: Hybrid-WR haben in meiner Beobachtung kein generelles Hitzeproblem, ABER – und das ist der Knackpunkt – viele Hersteller drosseln im Batteriemodus früher als im reinen PV-Modus, um die Akkus zu schonen. Das kostet echte Ertragspunkte im Sommer. Welche Batteriespannung planst du?


Antwort
Klaus_1956
Beiträge: 8
(@klaus_1956)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Thomas, da muss ich ehrlich sagen, dass ich bei diesen technischen Fragen schnell aus meinem Element bin. Meine Balkonsolaranlage ist ja eher im Minaturformat. Aber ich habe vor kurzem einen interessanten Artikel zu Speichersystemen gelesen – da wurden auch solche Nachrüstszenarien durchgespielt. Was mir aufgefallen ist: Es gibt da wohl große Unterschiede je nachdem, ob man eine Eigenverbrauchsoptimierung oder eine echte Notstromfunktion will. Vielleicht hilft dir das weiter? Würde mich auch interessieren, was die Experten hier antworten.


Antwort
S.Weber26
Beiträge: 1
(@s-weber26)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Parallelbetrieb ist eher kritisch, da hast du recht skeptisch zu sein.


Antwort
ThomasK78
Beiträge: 1
(@thomask78)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Thomas, zu Punkt 2 kann ich aus meiner geplanten Installation berichten. Mein Installateure hat mir von der parallelen Betriebsweise abgeraten – zu viele Regelungsprobleme bei automatischer Umschaltung. Die saubere Lösung wäre eine komplette Aufrüstung mit nur einem Hybrid-WR. Beim Thema Sommerhitze bin ich auch skeptisch: Habe in meinem früheren Thread zu Ost-West-Anlagen gelesen, dass die Wechselrichter im Juli oft gedrosselt werden. Wie sieht das bei Speicherbetrieb aus?


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