Hallo zusammen,
ich plane gerade meine erste eigene Solaranlage und bin bei der Planung auf eine grundsätzliche Frage gestoßen, die mich verunsichert: Lohnt sich Volleinspeisung überhaupt noch?
Ich habe gerade gelesen, dass die Einspeisevergütung weiter gesunken ist – und das hat mich doch überrascht. Wenn ich die aktuellen Sätze sehe, frage ich mich, ob es nicht sinnvoller wäre, direkt einen Speicher einzubauen und mehr auf Eigenverbrauch zu setzen, statt alles einzuspeisen.
Bei mir wäre eine Dachanlage im südwestlichen Ausrichtung möglich, ca. 8-10 kWp. Ich bin berufstätig und könnte tagsüber nur einen kleinen Teil selbst verbrauchen. Aber vielleicht ist das egal bei den Vergütungssätzen?
Wie rechnet ihr das für euch? Gibt es noch Fälle, wo Volleinspeisung wirtschaftlich sinnvoll ist, oder bin ich als Anfänger mit Eigenverbrauch + eventuell Speicher später besser dran? Und welche Größenordnung für eine Anlage würdet ihr mir empfehlen?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Hey Dorothea N.,
ich bin da ähnlich am grübeln wie du. Bei mir kam eine Balkonanlage in Frage, weil ich tagsüber eh im Büro sitze – da macht Volleinspeisung für mich ehrlich gesagt wenig Sinn.
Was ich aber gelernt habe: Bei deiner Größenordnung (8-10 kWp) lohnt sich Volleinspeisung aktuell wirklich nur, wenn du die Anlage sehr günstig kriegst. Die Vergütung ist einfach zu niedrig geworden. Mit Eigenverbrauch + optional später Speicher fährst du flexibler. Du brauchst auch nicht gleich alles auf einmal bauen – kannst ja erstmal ohne Speicher starten und schauen, wie dein Verbrauchsmuster aussieht.
Meine Erkenntnis: Lieber ne kleinere Anlage mit hohem Eigenverbrauchsanteil als ne große, bei der du 80% einspeisen musst. Das rechnet sich besser, auch wenns nicht spektakulär wirkt.
Vielleicht schreib noch mal, wie dein Stromverbrauch aktuell aussieht? Dann kann man besser abschätzen, ob ein Speicher von Anfang an Sinn macht.
Grüße
Marco