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[Gelöst] Wie rechne ich Moduldegradation sauber über 20 Jahre mit ein?

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Markus F.
Beiträge: 0
Themenstarter
(@speicherpro42)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#52]

Moin zusammen,

ich sitze gerade an einer Wirtschaftlichkeitsrechnung für eine geplante PV-Anlage und stolpere über das Thema Degradation der Module. Klar, dass die Leistung über die Jahre sinkt, aber ich will das diesmal nicht nur grob mit „0,5 % pro Jahr“ abhaken, sondern vernünftig in die Langzeitrechnung einbauen.

Mich interessiert vor allem, wie ihr das praktisch macht: Rechnet ihr die Degradation einfach linear runter, also jedes Jahr ein bisschen weniger Ertrag? Oder berücksichtigt ihr unterschiedliche Werte für die ersten Jahre und später einen flacheren Verlauf? Ich habe bei manchen Modulen Datenblätter mit 0,3 % bis 0,5 % pro Jahr gesehen, aber im Forum liest man auch öfter, dass Wechselrichter, Speicherverluste und Verschmutzung am Ende ähnlich stark reinspielen können.

Bei mir geht es um eine Anlage mit hochwertigen Modulen und vermutlich einem eher effizienten Wechselrichter, dazu später evtl. noch ein Speicher. Ich will wissen, ab wann sich ein etwas teureres Modul mit besserer Degradationsgarantie wirklich rechnet. Gerade im Herbst merkt man ja eh schon, dass die Erträge schneller runtergehen und man die schöne Sommerrechnung nicht 1:1 übernehmen kann.

Habt ihr dafür eine Formel, Excel-Ansatz oder ein Tool, das ihr für realistische 20- bis 25-Jahres-Rechnungen nutzt? Mich würden auch eure Erfahrungen interessieren, ob die Herstellerangaben in der Praxis halbwegs passen oder ob man lieber vorsichtiger kalkulieren sollte.


2 Antworten
Maximilian T.
Beiträge: 1
(@techmax_87)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich rechne das meist als jährliche Degression im Ertrag runter und vergleiche dann zwei Szenarien: konservativ mit 0,5 % und optimistisch mit 0,3 %. So sieht man schnell, ob das bessere Modul den Aufpreis überhaupt wieder reinholt.


Antwort
Stefan K.
Beiträge: 14
(@stefan9197)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich würde noch ergänzen: Nicht nur die Module anschauen. Wenn du Speicher und EMS mit drin hast, können die Verluste in der Gesamtrechnung die kleine bessere Moduldegradation locker überlagern. Ich hatte dazu mal im anderen Thread (Energiemanagement-System für optimale Wallbox-PV-Speicher-Kopplung gesucht) ein paar Ansatzpunkte gesammelt. Da hatte ich mir die Kette PV -> WR -> Speicher -> Verbraucher einzeln aufgedröselt, weil pauschal „mehr Effizienz“ oft zu ungenau ist. Für die Langzeitwirtschaftlichkeit würde ich eher mit Nettoertrag pro Jahr arbeiten und dann die Degradation als Faktor über 20 oder 25 Jahre einbauen, sonst verschätzt man sich schnell.


Antwort
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