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DIY-Montage vs. Handwerk: Welche versteckten Kosten rechnet niemand ein?

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Werner78
Beiträge: 7
Themenstarter
(@werner78)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#53]

Mich interessiert eine ehrliche Gegenüberstellung der Eigeninstallation versus Fachbetrieb – ohne die üblichen Ratschläge wie "Garantie kostet extra" oder "Sicherheit ist wichtig".

Ich habe mir die Angebote mehrerer Installateure angesehen. Der Handwerksbetrieb verlangt für eine 8-kWp-Anlage inkl. Wechselrichter etwa 2.500 Euro Installationsarbeit. Wenn ich das selbst mache, spare ich diese Summe – scheint attraktiv.

Aber was kostet mich der Fehler, wenn ich verkabele und später ein Modul ausfällt oder es Erdschlussprobleme gibt? Was kostet die Prüfung der Anlage hinterher? Brauche ich eine zusätzliche Haftpflicht als Privatperson? Muss der Netzbetreiber die Anlage freigeben, wenn nicht der übliche Installateur dahinter steht?

Und noch wichtiger: Wie lange brauche ich für die Installation selbst, wenn ich nicht täglich auf Dächern arbeite? Gibt es Zeitverluste, die wirtschaftlich relevant sind?

Ich möchte das mathematisch sauber durchrechnen, nicht emotional.


2 Antworten
D.Schneider
Beiträge: 8
(@d-schneider)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Als Elektrotechniker muss ich dir sagen: Die 2.500 Euro sind wahrscheinlich nur für die reine Montage. Was du nicht siehst, ist die messtechnische Abnahme – VDE 0100-712 Prüfung kostet extra, ca. 400-800 Euro je nach Komplexität. Der Netzbetreiber verlangt ein Prüfprotokoll von einer anerkannten Person. Ohne das geht nichts ins Netz. Dazu kommt: Arbeitsschutz auf dem Dach, richtige Leiter, Absturzsicherung – das ist kein Hobby. Wenn du abstürzt und versichert warst nicht als Fachperson, zahlt deine UV nicht. Realistisch: Die DIY-Ersparnis ist kleiner als gedacht, sobald man alle Kosten einrechnet. Mein Rat: Trockenbau und Regalaufhängung selbst, Elektrik lieber zum Fachbetrieb.


Antwort
Lisa_92
Beiträge: 5
(@lisa_92)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hallo Werner, das ist eine super wichtige Frage! Ich habe mich damit auch schon beschäftigt, nachdem ich in dem Thread hier Elektrikererlaubnis für PV-Installation - wann braucht man einen Fachbetrieb? viel gelernt habe. Aus meiner Anfängerperspektive würde ich sagen: Die versteckten Kosten sind wirklich tückisch. Es geht nicht nur um die Fehlersuche, sondern auch um Gewährleistung bei den Modulen selbst – falls etwas in den ersten Jahren kaputt geht, will der Hersteller oft Nachweis einer fachgerechten Installation. Das kann teuer werden! Auch die Versicherung ist ein Punkt: Manche Hausratversicherungen zahlen nicht, wenn ein Laie installiert hat und es zu Schäden kommt. Würde mich auch interessieren, wie ihr das seht.


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