Hallo zusammen,
ich betreibe seit 8 Jahren meine 12 kWp Anlage und bin eigentlich zufrieden mit den Erträgen. Jetzt überlege ich, eine Wärmepumpe (Luft-Wasser) einzubauen, um die Heizung zu modernisieren. Das Problem: Meine PV wurde für reinen Eigenverbrauch + Einspeisung ausgelegt, nicht speziell für eine WP dimensioniert.
Meine aktuelle Frage ist eher praktisch-wirtschaftlich: Wenn ich JETZT eine WP einbaue, muss ich dann die bestehende PV-Anlage ausbauen? Oder kann ich mit der vorhandenen Leistung sinnvoll wirtschaften? Im Sommer produziere ich ja deutlich mehr als ich verbrauche – das könnte die WP quasi kostenlos heizen. Aber was ist mit Herbst und Winter?
Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie habt ihr die Kombination durchgerechnet? Und vor allem: Ab welcher zusätzlichen PV-Leistung lohnt sich der Speicher dann wirklich dazu?
Kurz gesagt: Mit 12 kWp und WP ohne Speicher brauchst du im Winter Strom vom Netz – das ist aber völlig okay und rechnet sich trotzdem.
Stefan, das ist eine gute Frage, mit der sich viele jetzt beschäftigen. Aus meiner Beobachtung heraus: Im Sommer wird deine 12er locker reichen, um die WP zu versorgen und gleichzeitig noch Speicher zu laden oder einzuspeisen. Das ist sogar die beste Zeit für die WP, weil der COP am höchsten ist.
Der Knackpunkt liegt in der Übergangszeit (März, Oktober, November). Da wird es eng. Meine Empfehlung: Erst mal mit einem dynamischen Stromtarif arbeiten (z.B. aWattar), dann optimiert sich das von selbst. Danach schauen, ob sich ein Speicher lohnt – wahrscheinlich ja, aber nicht unbedingt sofort. Die Rechnung hängt sehr davon ab, wie sehr dein Heizbedarf mit den PV-Spitzenerträgen zeitlich überlappt.