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Mieterstrommodell: Lohnt sich das wirtschaftlich für kleine Mehrfamilienhäuser?

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Marcus K.
Beiträge: 4
Themenstarter
(@marcuskraus)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#20]

Hallo zusammen,

ich bin Projektmanager und plane gerade eine Off-Grid-Lösung für mein Wochenendhaus. Aber parallel beschäftigt mich eine ganz andere Frage: Ein Bekannter hat mich gefragt, ob er auf seinem Mehrfamilienhaus (4 Parteien) ein Mieterstrommodell aufbauen soll.

Die Situation: Dachfläche ist vorhanden, die Mieter würden grundsätzlich interessiert sein. Aber wenn ich die Zahlen überschlage, frage ich mich, ob das wirtschaftlich überhaupt Sinn macht. Die Betriebskosten für Abrechnung, Verwaltung, Versicherung – das alles muss ja vom Ertrag bezahlt werden. Und die Einspeisevergütung ist im Juli doch derzeit deutlich niedriger als noch vor einem Jahr.

Hat jemand praktische Erfahrungen mit Mieterstrommodellen gemacht? Wie habt ihr die Wirtschaftlichkeit berechnet? Ab welcher Anlagengröße und Mieterquote rechnet sich das überhaupt noch? Oder ist das ganze Modell mittlerweile einfach zu kompliziert geworden?

Freue mich auf eure Einschätzungen!


3 Antworten
T.Hoffmann50
Beiträge: 4
(@t-hoffmann50)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage, Marcus. Ich sehe in meiner Beratungspraxis gerade einen deutlichen Trend: Mieterstrommodelle werden immer weniger nachgefragt. Der Grund ist genau der, den du nennst – die Betriebskomplexität steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Mehrwert.

Kritische Faktoren sind der erforderliche Stromzähler pro Partei (Kosten, Datenschutz), die Abrechnung (häufig weniger Ersparnis als Mieter denken), und aktuell eben auch die gesunkenen Vergütungssätze. Viele Eigentümer fahren mittlerweile besser damit, die PV auf Gemeinschaftsflächen zu nutzen und selbst zu konsumieren oder komplett einzuspeisen.

Welche Dachfläche hat das Haus denn ungefähr? Und wie ist die aktuelle Stromkostenstruktur in der Region?


Antwort
Thomas-Kremer
Beiträge: 4
(@thomas-kremer)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Stopp, hier wird oft mit falschen Vergleichszahlen argumentiert. Man muss ehrlich rechnen: Die Kostenersparnis für Mieter ist oft nur 5–10%, wenn man realistische Betriebskosten einkalkuliert. Gleichzeitig trägt der Eigentümer das volle Anlagenrisiko.

Die Faustregel "Mietermodelle sind gut für alle" ist längst Vergangenheit. Was wirklich zählt: vollständiger Eigenverbrauch durch den Eigentümer selbst (Wallbox, Wärmepumpe) oder reine Einspeisung mit besserer EEG-Vergütung – beide Szenarien schlagen das Mietermodell deutlich.

Hast du überlegt, deinen Bekannten auf diese Alternativen hinzuweisen?


Antwort
SolarMontage47
Beiträge: 4
(@solarmontage47)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurz und knapp: Nach meinen 10 Jahren Pause merke ich, dass sich solche Modelle heute einfach nicht mehr lohnen wie früher. Zu viel Bürokratie, zu wenig Rendite.


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