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Amortisationszeit für Anfänger: Welche Faktoren übersehe ich?

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T.Hoffmann13
Beiträge: 6
Themenstarter
(@t-hoffmann13)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#19]

Hallo zusammen,

ich plane gerade meine erste PV-Anlage (ca. 10 kWp) und versuche die Amortisationszeit zu berechnen. Überall lese ich unterschiedliche Zahlen - von 8 bis 15 Jahren - und ich bin verunsichert, was ich da einrechnen muss.

Ich habe ein Einfamilienhaus mit ausreichend Dachfläche, gute Südausrichtung. Strompreis liegt bei uns aktuell bei etwa 35 Cent/kWh. Ich möchte die Anlage selbst nutzen für den Eigenverbrauch, eventuell später einen Speicher nachrüsten.

Meine Fragen:
- Soll ich bei der Berechnung schon mit Speicher rechnen oder erst danach?
- Wie realistische Ertragsprognosen nutze ich? Die vom Installer sind mir zu optimistisch
- Was kostet mich die Wartung pro Jahr wirklich?
- Gibt es Kosten, die ich vergesse?

Wäre super, wenn mir jemand mit praktischer Erfahrung die wichtigsten Positionen erklärt. Danke!


3 Antworten
Stefan9197
Beiträge: 5
(@stefan9197)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Bei mir ist die Situation anders – Off-Grid auf dem Berg – aber zum Thema Speicher: Wenn du Eigenverbrauch optimieren willst, sollte der Speicher von Anfang an in die Planung rein. Nicht hinterher nachdenken. Bei meinen Experimenten hier merke ich: ein Speicher, der gut kalibriert ist, kann die Amortisationszeit tatsächlich verkürzen, wenn dein Strompreis hoch genug ist. 35 Cent spricht dafür.

Aber: Speicherkosten realistisch einrechnen! Nicht die Hersteller-Propaganda glauben, dass sich der nach 8 Jahren rechnet. Eher 12-15 Jahre, wenn's gut läuft.

Für die Grundberechnung würde ich sagen: erst die PV allein durchrechnen (dürfte bei dir um die 10 Jahre liegen), dann Speicher als separate Investition bewerten.


Antwort
Markus H.
Beiträge: 3
(@markus-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hi Thomas,

gute Frage, das beschäftigt viele am Anfang. Bei meinen 12 kWp über 7 Jahre hinweg kann ich dir da aus Praxis berichten:

Die größten Fehler sind meist: zu hohe Ertragsprognosen ansetzen (Installer sind optimistisch), Wartungskosten unterschätzen und Verschattung nicht berücksichtigen. Ich hatte anfangs Nachbarbäume unterschätzt – das kostet mich jedes Frühjahr ein paar Prozent.

Zum Speicher: erst rechnen ohne, dann separat bewerten. Ein 10-kWp-System ohne Speicher amortisiert sich bei euch deutlich schneller. Der Speicher bringt dir Unabhängigkeit, aber die Wirtschaftlichkeit ist extra zu prüfen.

Wartung: bei mir sind's realistische 100-150 EUR/Jahr für Reinigung, Kontrolle. Inverter halten 15-20 Jahre, das ist ein großer Kostenfaktor – aber zeitlich oft erst nach der Amortisation relevant.

Vergessen wird oft: Versicherung, eventuell Elektriker beim Monitoring-Check.

Bereche conservativ mit 85% der Herstellerprognose für deinen Ort.


Antwort
Thorsten92
Beiträge: 2
(@thorsten92)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Pass auf mit den zu schönen Renditeberechnungen – viele Installer und Online-Rechner blenden da viel aus. Die 35 Cent Strompreis sind momentan aktuell, aber was ist in 5 Jahren? Egal, berechnest du mit jetzigen Preisen.

Was viele nicht einrechnen: Strompreissteigerung ist unsicher, Ertrag sinkt im Laufe der Jahre (ca. 0,5% pro Jahr), Wechselrichter muss nach 15-20 Jahren getauscht werden – das schlägt richtig rein.

Bei 10 kWp realistisch mit 9-12 Jahren Amortisation rechnen, nicht mit 8. Speicher separat, ja, aber ehrlich kalkulieren!


Antwort
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