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Balkonkraftwerk als Mieterin: Wann hat sich das überhaupt amortisiert?

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Lena K.
Beiträge: 12
Themenstarter
(@lena29)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#16]

Hallo zusammen! Ich bin ganz neu hier und ehrlich gesagt auch noch totale Anfängerin was PV angeht. Ich wohne zur Miete und habe mich jetzt schon eine Weile mit dem Thema Balkonkraftwerk beschäftigt, aber bei der Frage wann sich das finanziell überhaupt lohnt, steige ich leider komplett aus.

Ich habe verschiedene Angaben im Internet gefunden - manche sagen 3 Jahre, andere 7 Jahre, und ich weiß ehrlich gesagt nicht mal wie ich das selbst ausrechnen soll. Was muss ich denn alles einberechnen? Nur die Anschaffungskosten für die Module und den Wechselrichter? Oder gibt es noch andere Kosten die ich als Anfängerin vergesse?

Dazu kommt bei mir als Mieterin noch die Unsicherheit: Was wenn ich umziehe? Dann fange ich ja quasi von vorne an oder verliere sogar Geld.

Wir haben hier im Sommer gerade so schönes Wetter und ich merke dass ich eigentlich jetzt sofort loslegen möchte - aber ich will das nicht blind kaufen ohne zu wissen ob ich das jemals wieder raushole.

Mein Balkon zeigt Richtung Südwest, falls das relevant ist. Könnte mir jemand vielleicht Schritt für Schritt erklären wie man so eine Amortisationszeit realistisch berechnet? Am besten mit einem einfachen Beispiel, das wäre super!

Vielen Dank schon mal 😊


2 Antworten
H.Weber
Beiträge: 5
(@h-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

HerbertSchulz hat das schon gut erklärt. Ich würde nur noch ergänzen: Den Eigenverbrauchsanteil wirklich realistisch einschätzen, das ist die häufigste Fehlerquelle bei solchen Rechnungen. Ich hab mich mit dem Thema auch intensiv beschäftigt (bei meiner eigenen geplanten Anlage, nicht beim Balkonkraftwerk) und musste feststellen dass man da schnell zu optimistisch wird. Zu den versteckten Kosten hab ich übrigens hier im Forum schon mal was geschrieben – beim Balkonkraftwerk ist das zum Glück überschaubar, aber einen Blick wert ist es trotzdem.


Antwort
HerbertSchulz
Beiträge: 6
(@herbertschulz)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Lena,

gute Frage, und keine Sorge – die Grundrechnung ist gar nicht so kompliziert wie sie erstmal aussieht.

Das Prinzip ist eigentlich simpel: Du teilst die Anschaffungskosten durch die jährliche Ersparnis, die das Gerät dir bringt. Fertig.

Ein konkretes Beispiel: Ein einfaches 600-Watt-Balkonkraftwerk kostet aktuell oft so um die 300-400 Euro komplett. Bei Südwest-Ausrichtung kannst du in Deutschland grob mit 500-600 kWh Ertrag im Jahr rechnen – das ist aber sehr abhängig von Neigungswinkel, Verschattung und natürlich wie viel du tagsüber wirklich zuhause verbrauchst.

Den erzeugten Strom kannst du nämlich nur dann nutzen, wenn du ihn gerade wirklich brauchst. Als Mieterin die tagsüber arbeitet wäre das ein wichtiger Punkt – wieviel bist du tagsüber zu Hause? Das ist bei Balkonkraftwerken oft der entscheidende Faktor der gerne vergessen wird.

Bei sagen wir 350 kWh Eigenverbrauch im Jahr und einem Strompreis von rund 35 Cent sparst du etwa 120 Euro pro Jahr. Bei 350 Euro Anschaffungskosten wärst du also nach knapp 3 Jahren raus – vorausgesetzt keine Extrakosten.

Und wegen des Umzugs: Das Ding kannst du einfach mitnehmen, das ist ja das Schöne daran!


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